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Heft 3/2011

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Themenschwerpunkt:
Psychotraumatologie zwischen Stabilisierung und Konfrontation (Hrsg. Reddemann)

Was ist empirisch gesichert in der Psychotherapie mit in Kindheit und Jugend chronisch traumatisierten PatientInnen?
Abstract
Astrid Lampe und Wolfgang Söllner

Was hilft in der Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und Opfern von politischer Verfolgung?
Abstract
Klaus Ottomeyer

Anfal überlebende Frauen in Kurdistan-Irak –
Trauma, Erinnerung und Bewältigung
Abstract
Karin Mlodoch

" … dass da eine Form von Vergebung ist ...":
Über den Umgang mit Soldaten, John Rambo, den Tatort "Heimatfront" und Ariel Folmans "Waltz with Bashir"
Abstract
Hannes Fricke


"Halte durch – Du musst das schaffen!"
Behandlung einer chronifizierten PTBS vom dissoziativen Verlaufstyp
Abstract
Gabriele Angenendt und Julia Domma-Reichart

Boundary based Awareness und Transgenerationale Traumaweitergabe
Abstract
Klaus Blaser

Astrid Lampe und Wolfgang Söllner

Was ist empirisch gesichert in der Psychotherapie mit in Kindheit und Jugend chronisch traumatisierten PatientInnen?
Astrid Lampe und Wolfgang Söllner

Zusammenfassung
Fragestellung: Für PatientInnen, welche in der Kindheit einer fortgesetzten Traumatisierung ausgesetzt waren (komplexe PTSD), sind die Effekte einer traumafokussierten Psychotherapie unklar. Methoden: In einem kritischen Review werden die vorliegenden Metaanalysen zur PTSD, Empfehlungen der Guidlines und empirische Studien zur Psychotherapie bei Traumatisierung in der Kindheit gesichtet und hinsichtlich ihrer klinischen Relevanz beurteilt. Ergebnisse: Für die Behandlung nach einer akuten Traumatisierung (Anpassungsstörung und PTSD) liegen eine ausreichende Anzahl randomisierter, kontrollierter Studien vor, die die Effizienz traumafokussierter Strategien bei der Behandlung belegen. Eine Überlegenheit dieser Verfahren gegenüber bona-fide-Psychotherapien ist jedoch nicht sicher belegt. Für die Traumatisierungen in der Kindheit zeigen erste empirische Studien Hinweise auf die Effektivität eines Affect management trainings vor einer traumakonfrontativen Behandlung. Konsensuskonferenzen definieren konkrete Kontraindikationen gegen eine Traumaexposition bei bestimmten Patientinnengruppen. Schlussfolgerungen: Aus den vorliegenden Befunden werden soweit möglich Behandlungsempfehlungen abgeleitet. Die Bedeutung beziehungsfokussierter therapeutischer Verfahren in der Behandlung chronisch traumatisierter Patientinnen wird diskutiert.

Schlüsselwörter
komplexe PTSD; Traumatherapie; Verhaltenstherapie; EMDR; psychodynamische Therapie; empirische Studien, Metaanalysen

Which methods of psychotherapy are empirically based in the treatment of patients who experienced protracted trauma during childhood and adolescence?
Summary
Objective: Review of research on the effects of trauma-focused psychotherapy with patients who have been subjected to protracted trauma in childhood or adolescence (complex PTSD). Methods: A critical review of meta-analyses and studies on psychotherapy for patients with complex PTSD screens and evaluates findings with regard to clinical relevance. Results: There are an ample number of randomized, controlled studies demonstrating the efficiency of trauma-focused strategies for the treatment of acute trauma (adjustment disorder and PTSD). However, the superiority of such methods to bona-fide psychotherapies has not been proven. Initial empirical studies indicate the effectiveness of affect management training prior to trauma-confrontative treatment for those traumatized in childhood. Consensus conferences specify concrete contraindications for trauma exposure in certain groups of patients. Conclusions: Treatment recommendations are derived from the present findings where possible. The importance of relationship-focused therapeutic procedures in the treatment of chronically traumatized patients is discussed.

Keywords
complex PTSD; trauma-focused therapy; behavioral therapy; EMDR; psychodynamic therapy; empirical studies; metaanalyses

Klaus Ottomeyer

Was hilft in der Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen und Opfern von politischer Verfolgung?
Klaus Ottomeyer

Zusammenfassung
Auf der Grundlage persönlicher Erfahrungen und „unkontrollierter naturalistischer Studien", die in einem österreichischen Behandlungszentrum für traumatisierte Flüchtlinge und Opfer von politischer Verfolgung gemacht wurden, werden im vorliegenden Artikel die hilfreichen Faktoren für die PatientInnen und vor allem die Fragen von Stabilisierung der und Traumaexposition diskutiert. Die Therapie sollte individuell und flexibel gestaltet werden.

Schlüsselwörter
Stabilisierung von TraumapatientInnen; Traumaexposition; Wirksamkeit von Traumatherapie; protektive Faktoren; Kinderüberlebende; Flüchtlinge

What is helpful in the treatment of traumatized refugees and victims of political persecution?
Summary
Based on personal experiences and „uncontrolled naturalistic studies“ which were made in an Austrian treatment center for traumatized refugees and victims of violence the article is discussing the helpful factors for the patients and especially the relation between the techniques of stabilizing the traumatized and trauma exposure. The therapy has to be very individual and flexible.

Keywords
Stabilization of traumatized patients; trauma exposure; Effectiveness of trauma therapy; protective factors; sense of coherence; child survivors: refugees

Karin Mlodoch

Anfal überlebende Frauen in Kurdistan-Irak – Trauma, Erinnerung und Bewältigung
Karin Mlodoch

Zusammenfassung
Der Artikel bezieht sich auf die sozial und politisch kontextualisierte Traumaforschung und die politische Debatte um Aufarbeitung von Gewalt in Post-Konflikt-Gesellschaften. Es wird die Situation kurdischer Frauen im Irak beschrieben, die während der so genannten Anfal-Operationen der irakischen Armee gegen die kurdischen Gebiete 1988 massive Gewalt erlebten und seither in Ungewissheit über das Schicksal zahlreicher verschwundener Angehöriger leben. Anhand ihrer Erinnerungen, Erzählungen und Handlungsmöglichkeiten und deren Transformation durch die sozialen und politischen Umbrüche der letzten 20 Jahre werden blockierende und stabilisierende Faktoren bei der Bearbeitung ihrer Gewalterfahrung herausgearbeitet und die enge Wechselwirkung zwischen individueller Traumabearbeitung und dem gesellschaftlichen und poltischen Umgang mit der Gewalterfahrung unterstrichen. Insgesamt werden die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Gewalt, Erinnerung und Aufarbeitung im Irak“ am Zentrum Moderner Orient in Berlin zusammengefasst.

Schlüsselwörter
Irak; Trauma und Erinnerung; Vergangenheitsbewältigung; geschlechtsspezifische Traumabewältigung;

Women Anfal survivors in Kurdistan-Iraq – Trauma, Memory and Coping
Summary
Referring to a socially and politically contextualized trauma research and the political debate on reconciliation strategies of in post-conflict-societies, the article describes the situation of Kurdish women in Iraq, who survived the Anfal operations of the Iraqi Army against the Kurdish areas in 1988 and have lived in uncertainty on the fate of their disappeared relatives ever since. Following their memories, narratives and coping strategies and their transformation through the political and social changes in Iraq over the last 20 years, the article examines which factors have blocked and which have stabilized the women and thus underlines the close interweavement of individual coping with trauma and the societal and political responses to the violent experience. The article summarizes results from the research project “Violence, Memory and Dealing with the Past in Iraq” at the Zentrum Moderner Orient in Berlin.

Keywords
Iraq; trauma and memory; gendered coping with trauma; dealing with the past

Hannes Fricke

" … dass da eine Form von Vergebung ist ...":
Über den Umgang mit Soldaten, John Rambo, den Tatort "Heimatfront" und Ariel Folmans "Waltz with Bashir"

Hannes Fricke

Zusammenfassung
Der Krieg in Afghanistan zeigt die Inkompetenz unserer Politiker, Soldaten angemessen zu unterstützen – als ob noch niemals irgendwelche Erfahrungen mit Veteranen gemacht wurden. Ein punktuelles Verständnis von Trauma (als einfache, nur im Zusammenhang mit Kampfhandlung zu sehende PTBS) legt es nahe, die Folgekosten zu übersehen. Die Untersuchung einer Fernseh-Diskussionsrunde, die im Anschluss an einen Tatort über vier Afghanistan-Veteranen ausgestrahlt wurde, demonstriert die Probleme beispielhaft. Die Untersuchung dreier verschiedener Kunstwerke, „Rambo“, der erwähnte Tatort „Heimatfront“ sowie „Waltz with Bashir“, zeigt unterschiedliche Wege auf, mit diesen drängenden Problemen umzugehen.

Schlüsselwörter
Heimatfront; Homer; Rambo; Veteranen; Waltz with Bashir

„… that there is some kind of redemption …“: About the associating with soldiers,
John Rambo, the Tatort „Home front“
and Ariel Folman’s „Waltz with Bashir“

Summary
The war in Afghanistan shows the incompetence of our politicians to support soldiers as if there has been no experiences with veterans at all. A superficial understanding of trauma (only combat-related single PTSD) tends to overlook the consequential charges. A talkshow in the german television after a Tatort about four veterans of the war in Afghanistan demonstrates the problem. The analysis of three different works of art about veterans, „Rambo“, the Tatort „Heimatfront“ (home front) and „Waltz with Bashir“, shows other ways of handling these serious problems.

Keywords
home front; Homer; Rambo; veterans; Waltz with Bashirn

Gabriele Angenendt und Julia Domma-Reichart

"Halte durch – Du musst das schaffen!"
Behandlung einer chronifizierten PTBS vom dissoziativen Verlaufstyp

Gabriele Angenendt und Julia Domma-Reichart

Zusammenfassung
Es wird die Behandlung eines Patienten in einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik geschildert, der die Kriterien des Posttraumatischen Belastungssyndroms vom dissoziativen Verlaufstyp erfüllt. Aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten zur flankierenden Stabilisierung im stationären Setting konnte die Traumabearbeitung sowohl sanft als ebenso effektiv vorgenommen und der Patient nach 10 wöchigem Aufenthalt fast symptomfrei und arbeitsfähig entlassen werden. Unsere Klinik hat eine verhaltenstherapeutische Ausrichtung und fühlt sich vor dem Hintergrund einer bio-psycho-sozialen Sichtweise dem Selbstmanagement-Ansatz verpflichtet. Im Bezug auf die Traumabehandlung bedienen wir uns allerdings gerne der Mehrdimensionalen psychodynamische Traumatherapie (Fischer, 2000) als Verfahren der Wahl, ein psychodynamisch-behaviorales Verfahren, dass – eher als in rein verhaltenstherapeutischen Ansätzen – eine individuell auf den Patienten zugeschnittene und abgestellte Stabilisierung und Traumabearbeitung ermöglicht.

Schlüsselwörter
Dissoziation; Posttraumatische Belastungsreaktion; Stabilisierung; Rehabilitation“Hang in there!-You have to get through it!”
Treatment of chronic PTSD with dissociative disorders

Summary
We described the treatment of a psychosomatic patient in a rehabilitation clinic that meets the criteria of PTSD with a dissociative process. The possibilities for different accompanying stabilization in an inpatient setting is fafourably, so the treatment of trauma can realized gently and effective. The patient could be discharged after a 10 weeks treatment almost symptom-free and gainfully employed. Regarding trauma treatment in our hospital we like to use the Multidimensional Psychodynamic Trauma Therapy (Fischer, 2000) as a method of choice, a procedure that prefers individual patient tailored stabilization.

Keywords
Dissociation; post-traumatic stress disorder; stabilization; rehabilitation,
Keywords
ICD; DSM; science of psychotherapy; nosology; dialectical-ecological thinking; school-independent; integrative approach to Psychopathology; Diagnosis and Planning of psychotherapeutic interventions

Klaus Blaser

Boundary based Awareness und Transgenerationale Traumaweitergabe
Klaus Blaser

Zusammenfassung
Es wird ein „Boundary based Awareness-Modell“ vorgestellt, mit welchem unterschiedliche Traumafolgen bildhaft dargestellt werden können. In diesem grenzbasierten Konzept werden drei Räume unterschieden, der eigene, intrapersonelle Raum, der intrapersonelle Raum eines Mitmenschen und der dazwischenliegende, interpersonelle Raum. Die Räume werden durch die eigene und die fremde psychische Grenze definiert. In diesem Modell werden intrapersonelle Traumafolgen und grenzbedingte Traumamechanismen separat beschrieben. Es wird aufgezeigt, wie intrapersonelle Traumaschädigungen und posttraumatische Beeinträchtigungen der Ich-Grenzfunktionen transgenerational weitergegeben werden können.

Schlüsselwörter
Transgenerationale Weitergabe; Boundary based Awareness; sekundäre Traumatisierung; Boundary based attention management

Boundary-based awareness and transgenerational traumatrans-mission.

Summary
A boundary-based awareness model is presented with which diverse consequences of trauma can be visually represented. In this boundary-based concept, three spaces are distinguished, namely the individual’s own intrapersonal space, the intrapersonal space of a fellow human and the interpersonal space that lies between. These spaces are defined by the individual’s own psychological boundary and that of the other. In this model, the intrapersonal consequences of trauma and the boundary-related mechanisms of trauma are described separately. It is demonstrated how intrapersonal trauma damage and posttraumatic impairment of the self-boundary can be transmitted across generations.

Keywords
Transgenerational transmission; Boundary based Awareness; secondary traumatization; Boundary based attention management

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