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Heft 4/2011

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Themenschwerpunkt:
Jenseits von Bologna – Der Bildungsprozess in Psychotherapie und Pädagogik ((Hrsg.Gottfried Fischer)

Psychotherapie als Bildungsprozess –Zum Verhältnis von Psychotherapie und Pädagogik
Abstract
Alfred Köth

Der Bildungsprozess in Hegels "Phänomenologie des Geistes"
Abstract
Dieter Wandschneider

Intuition und Wissenschaft in der Psychotherapie
Abstract
Theodor Itten

Emotionales Lernen: Umgang mit der Gegenübertragung im milieu- und psychotherapeutischen Setting
Abstract
Rosmarie Barwinski

Frühe kindliche Entwicklung und die individuellen "Schuljahre"
Abstract
Natascha Unfried und Monika Dreiner

Internet und Selbsthilfe im Jugendalter: Potenziale und Gefahren aus psychologischer Perspektive
Abstract
Christiane Eichenberg, Rahel Roffler und Bernhard Wutka

Mit Biofeedback auf dem Weg zu den eigenen Ressourcen
Abstract
Ingrid Pirker-Binder

Alfred Köth

Psychotherapie als Bildungsprozess –Zum Verhältnis von Psychotherapie und Pädagogik
Alfred Köth

Zusammenfassung
Die These, die Psychotherapie entwickele sich „von der Konfession zur Profession“ wird ebenso wie das Konzept der Wirkfaktoren in Frage gestellt und die primäre Orientierung der Psychotherapie an der Medizin und Neurobiologie wird problematisiert. Stattdessen wird das Gegenmodell, Psychotherapie als „soziales Ereignis“ zu konzipieren und zu erforschen, prinzipiell befürwortet, aber gleichzeitig auch als beschränkt kritisiert, wenn die Veränderungen im Lebenskontext des Klienten nicht einbezogen werden. Es werden vielfältige, differenzierte Positionen zum Verhältnis von Pädagogik und Psychotherapie referiert und ein Verständnis von Psychotherapie als innerem Bildungsprozess entwickelt, in dem handlungsleitende Annahmen und Werte umstrukturiert werden.

Schlüsselwörter
Wirkfaktoren; Neuropsychotherapie; Prozessforschung; pädagogische Psychotherapie; transformative Erwachsenenbildung

Psychotherapy as an educational process –
The relationship between psychotherapy and education

Summary
The thesis, that psychotherapy is developing „from confession to profession” and the concept of „active agents” is put into question. Also the primarily medical or neurobiological orientation of psychotherapy is discussed. The alternative model to conceptualise and investigate psychotherapy as a „social event” is generally supported but also criticised as limited when changes in the client’s life-situation are not taken into consideration. In addition various differentiated opinions concerning the relationship of education and psychotherapy are referred to and finally the concept of psychotherapy as an inner (“develop-mental”) process which implies the restructuring of action-guiding assumptions and values is presented.

Keywords
Active agents; Neuropsychotherapy; Process Research; Educational Psychotherapy; Transformative Adult Education

Dieter Wandschneider

Der Bildungsprozess in Hegels "Phänomenologie des Geistes"
Dieter Wandschneider

Zusammenfassung
Anhand ausgewählter Exempel aus Hegels Phänomenologie des Geistes wird hier der Bildungsprozess, den das Bewusstsein von der elementaren sinnlichen Einstellung bis hin zum ‘absoluten Wissen’ durchläuft, paradigmatisch verdeutlicht: In den Vexierspielen der elementaren sinnlichen Gewissheit, den Fallstricken der Wahrnehmung, in der Nötigung, ein über-sinnliches Reich der Gesetze anzunehmen und im so ermöglichten Erklären Selbstbewusstsein zu konstituieren, in der knechtischen Arbeit als Ursprung des Denkens und zuletzt in der Erringung der philosophischen Einstellung begreifenden Erkennens. Ich schließe mit einer Analyse struktureller Aspekte des phänomenologischen Bildungsprozesses.

Schlüsselwörter
Bildungsprozess; Bewusstsein; Hegel; Phänomenologie des Geistes; absolutes Wissen

The Intellectual Formation Process in Hegel’s ‘Phenomenology of Spirit’
Summary
By means of examples selected from Hegel’s Phenomenology of Spirit the intellectual formation process is paradigmatigly clarified, which consciousness runs through from the elementary sensual attitude up to ‘absolute knowledge’: In the perplexing plays of the sensual certainty, in the pitfalls of perception, in the necessity for assuming a trans-sensory realm of natural laws making possible explanation which constitutes self-clarification and thereby self-consciousness, in the menial work as origin of thinking and at last in the achievement of the philosophical attitude of comprehending knowledge. I close with an analysis of structural aspects of the intellectual formation process explicated in the phenomenology.

Keywords
intellectual formation process; consciousness; shape of consciousness; Hegel; Penomenology of Spirit; absolute knowledge

Theodor Itten

Intuition und Wissenschaft in der Psychotherapie
Theodor Itten

Zusammenfassung
Das Phänomen der Intuition in der Psychotherapie wird erfahrungswissenschaftlich beschrieben. Die theoretische Reflektion zur Intuition in der psychotherapeutischen Behandlung, angereichert mit den sogenannten Spiegelneuronen, wird mit erfahrungswissenschaftlichen Berichten ausbalanciert. Der Stab des Heilers, Caduceus, hatte immer zwei sich gegenseitig überkreuzenden Schlangen, die der Wissenschaft und die der Weisheit. Die Entwicklung der Psychotherapiewissenschaft PTW wird aufgezeigt: Psychotherapie als eine ganzheitliche Heilkunst und ein eigenständiger humanwissenschaftlicher Beruf.

Schlüsselwörter
Intuition; Psychotherapie; Weisheit; Wissen, PTW

Intuition and Science in Psychotherapy
Summary
The phenomenon of intuition in psychotherapy is described in this article from the empirical point of view. Theoretical reflections concerning the place of intuition in psychotherapy, enriched with the so called „mirror neurons“, are balanced out by experiential reports. The winged staff of the healer Hermes – Caduceus – had always two snakes wrapped around it, one for science, and the other for wisdom. The development of the psychotherapy science is shown: Psychotherapy as an integral healing art and an independent scientific profession in the humanities.

Keywords
Intuition; Psychotherapy; Wisdom; Knowledge; Psychotherapy Science

Rosmarie Barwinski

Emotionales Lernen: Umgang mit der Gegenübertragung im milieu- und psychotherapeutischen Setting
Rosmarie Barwinski

Zusammenfassung
Ausgehend von Argelanders (1970) Konzept des szenischen Verstehens wird aufgezeigt, wie die Gegenübertragung dazu genutzt werden kann, um unbewusste Inszenierungen des Patienten erfassen und verstehen zu können. Zur Differenzierung unterschiedlicher Gegenübertragungsmanifestationen wird Bezug auf die Entwicklung der Empathiefähigkeit genommen, wie sie Thomas Kesselring (2010) von der Piagetschen Stufentheorie der kognitiven Entwicklung ableitet. Wie dieses neue, von Entwicklungskonzepten abgeleitete Gegenübertragungsverständnis dazu genutzt werden kann, um sowohl Aussagen über das Prozessgeschehen als auch über den gestörten Persönlichkeitsanteil des Patienten machen zu können, wird am Beispiel des Integrationsprozesses traumatischer Erfahrungen anschaulich illustriert.

Schlüsselwörter
Szenisches Verstehen; Gegenübertragung; Piaget; Entwicklung der Empathiefähigkeit; Trauma-Integration

Emotional learning: Dealing with countertransference in the setting of
milieutherapy and psychotherapy

Summary
Starting from Argelander’s (1970) concept of scenic understanding, it is demonstrated how countertransference can be used to grasp and comprehend unconscious dramatisations by the patient. In order to distinguish between different countertransference manifestations, reference is made to the development of the empathic ability as derived by Thomas Kesselring (2010) from the Piagetic stage theory of cognitive development. How this new appreciation of countertransference derived from development concepts can be used to evaluate both the process occurring as well as the disturbed part of the patient’s personality is clearly illustrated using the example of the process of integrating traumatic experiences.

Keywords
Scenic understanding; countertransference; Piaget; development of empathic ability; trauma integration

Natascha Unfried und Monika Dreiner

Frühe kindliche Entwicklung und die individuellen „Schuljahre“
Natascha Unfried und Monika Dreiner

Zusammenfassung
Die Forschung der letzten ca. 2 Jahrzehnte hat das Bild vom Kind grundlegend verändert. Kinder eignen sich ihre Lebenswirklichkeit durch Eigenaktivität und selektiv an, abhängig von den Möglichkeiten, die die Umwelt den Kindern zur Verfügung stellt. Bildung beginnt entsprechend mit der Geburt eines Kindes. Der Bildungsprozess folgt immanenten Anlagen und Regeln in Abhängigkeit vom individuellen Entwicklungsstand des Kindes. Sofern dieser Prozess ungestört verlaufen kann, wird das Kind seine angeborene Neugier erhalten und Lernen nicht verweigern. Dies führt jedoch zu inter- und intraindividuellen Variabilitäten, die bei der Entwicklungsförderung unbedingt beachtet und berücksichtigt werden müssen. Notwendige Folge dieses veränderten Entwicklungsverständnisses ist eine Adaption der kindlichen Lebenswelt an die jeweiligen Entwicklungsmöglichkeiten eines Kindes. Dies setzt voraus, dass die Personen/Institutionen, die in diesen Bildungsprozess involviert sind, entsprechende Veränderungen einleiten.

Schlüsselwörter
Eigenaktivität; inter- und intraindividuelle Variabilität; Bildungsprozess; Lernen

Early childhood development and the
individual shool years

Summary
The research during the last 2 decades has changed the fundamental picture of the child. Children acquire their reality of life through self-activity and selectively, depending on the opportunities the environment presents to the children. Education begins in accordance with the birth of a child. The formation process follows rules and systems depending on the individual child's stage of development. If this process can proceed undisturbed, the child will retain its innate curiosity and will not refuse learning. This leads to inter-and intra-individual variability, which must be heeded and taken into consideration in promoting development. A necessary consequence of this altered understanding of development is an adaptation of a child's life world to the potentials of a child. This assumes that the people/institutions who are involved initiate appropriate changes.

Keywords
individual activity; inter-and intra-individual variability; the educational process; learning

Christiane Eichenberg, Rahel Roffler und Bernhard

Internet und Selbsthilfe im Jugendalter: Potenziale und Gefahren aus psychologischer Perspektive
Christiane Eichenberg, Rahel Roffler und Bernhard Wutka

Zusammenfassung
Das Internet ist für Jugendliche ein Alltagsmedium. Kommunikationsdienste (z. B. Chats oder Communities wie Facebook oder You-Tube) sind die beliebteste Nutzungsform. Demnach verwundert nicht, dass auch spezielle Kommunikationsräume, die sich an jugendliche und adoleszente Betroffene von entwicklungsbedingten Problemen oder manifesten psychische Störungen richten, ebenso stark frequentiert werden. In Fachkreisen wie in der Öffentlichkeit werden die internetbasierten Selbsthilfeaktivitäten kontrovers diskutiert: Haben diese Foren konstruktive oder destruktive Funktionen auf die psychische Entwicklung ihrer Teilnehmer? Inzwischen liegt eine Reihe von empirischen Befunden vor, die diese Frage jenseits von Spekulationen differenziert beantworten. Es werden Kriterien vorgestellt, anhand derer die Nützlichkeit bzw. Gefährlichkeit entsprechender Foren bewertet werden kann. Zudem liegt eine Analyse der Kommunikationsmuster von Jugendlichen mit psychischen Problemen in Online-Filmen vor. Abschließend wird analysiert, inwiefern die Selbsthilfe bezogene Internetnutzung die Bewältigung der zentralen Entwicklungsaufgaben im Jugendalter fördern, aber auch erschweren kann.

Schlüsselwörter
Internet; Jugendliche; Selbsthilfe; Foren; Videoplattformen; Medienpsychologie; Klinische Psychologie; Entwicklungspsychologie

Internet and self-help in adolescence:
Potentials and dangers from a psychological perspective

Summary
The internet has become an everyday medium for information and communication for adolescents. The use of communication services such as chat rooms or the participation in online communities like Facebook or YouTube is particularly popular. Therefore, it is not surprising that specific communication spaces aimed at adolescents dealing with developmental issues or manifesting psychological disorders frequented just as highly. These online self-help activities by today’s youth are exceedingly discussed both among experts and in public. Do these forums support the psychological development of participants or do they have a rather negative impact? Relevant studies are referenced and assessment criteria regarding utility and risks are introduced respectively. Additionally, an analysis of the communication patterns of adolescents with psychological problems in online movies is provided. Finally, it will be analyzed in detail to what extent online use of self-help services proves beneficial in tackling key developmental issues as well as posing possible obstacles.

Keywords
Internet; adolescents; self-help; online support groups; video platforms; Media Psychology; Clinical Psychology; Lifespan Psychology

Ingrid Pirker-Binder

Mit Biofeedback auf dem Weg zu den eigenen Ressourcen
Ingrid Pirker-Binder

Zusammenfassung
Die Stärke der modernen Technik des Biofeedback liegt darin, innerpsychische Prozesse sichtbar zu machen. Parameter, wie Atemfrequenz, Muskelspannung, Fingertemperatur, Hautleitwert werden am Computerbildschirm dargestellt. Dadurch wird die Verbindung zwischen Verhalten, Denkmustern, Lebensstil, Körper, Geist und Seele aufgezeigt. Biofeedback macht es für den Klienten leicht, Veränderungen im Körper wahrzunehmen, stattfindende Prozesse zu verstehen und zu lernen, mit den eigenen Ressourcen in Kontakt zu treten.

Schlüsselwörter
Biofeedback; Körper-Geist-Beziehung; Logotherapie und Existenzanalyse; Herzratenvariabilität; Stress; Depression

Biofeedback – a pathway to inner resources
Summary
The modern technology of biofeedback has a great impact on making psychophysiological processes visible. Parameters like breathing rate, heart rate, muscle tension, finger temperature, and skin conductance are shown on a computer screen.The link between behaviour, thinking patterns, life stile, the bondage of body-mind-spirit, is obvious. Biofeedback makes it easy for clients to be aware of changes within the body and mind, to understand the processes and to get in contact with inner resources.

Keywords
Biofeedback; Body-Mind-Balance; Logotherapy and Existential Analysis; heart rate variability; stress; depression

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