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Heft 3/2007

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Themenschwerpunkt:
Sekundäre Traumatisierung

Thomas Beck, Dietmar Kratzer, Horst Mitmannsgruber und Maria Pia Andreatta
Abstract
Die Debriefing Debatte – Fragen nach der Wirksamkeit

Manfred Krampl, Schneider Elisabeth
Abstract
Die reflexive Aufarbeitung des Tsunami-Einsatzes beim österreichischen Desaster Victim Identification Team (DVIE)

Judith Daniels
Abstract
Eine neuropsychologische Theorie der Sekundären Traumatisierung

Ina Rösing
Abstract
Vom Konzept des Verwundeten Heilers zur Sekundären Traumatisierung

Gernot Brauchle
Abstract
Zur Aufrechterhaltung sekundärer Traumatisierung bei psychosozialen Einsatzkräften

Kerstin Baumhauer, Annika Brüggemann, Sandra Rosenthal, Reinhold Schwab, Georg Romer und Andreas Krüger
Abstract
Besonderheiten posttraumatischer Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen

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Thomas Beck et al.

Die Debriefing Debatte – Fragen nach der Wirksamkeit

Thomas Beck, Dietmar Kratzer, Horst Mitmannsgruber und Maria Pia Andreatta

Zusammenfassung
Mit der zunehmenden Bedeutung der sekundären Traumatisierung wurden auch Maßnahmen für Helfer und Einsatzkräfte während oder nach belastenden Einsätzen und Katastrophen immer bedeutsamer. Häufig kam bislang die von Mitchell (Mitchell & Everly, 1998) entwickelten Methoden des CISM – Critical Incident Stress Management – zum Einsatz. Aus wissenschaftlichem Standpunkt jedoch sind diese Methoden nicht unumstritten. Vor allem das Debriefing steht im Kreuzfeuer der Kritik, und es hat sich eine breitere Debatte um dessen Wirksamkeit entwickelt. In unserem Beitrag wollen wir dem Leser empirische Studien systematisch vorstellen und methodische sowie inhaltliche Mängel der Untersuchungen erläutern. Empfehlungen und Alternativen zur Prävention und Bearbeitung von sekundärer Traumatisierung werden vorgeschlagen.

Schlüsselwörter
Sekundäre Traumatisierung, PTBS, Debriefing, CISM

The Debriefing Debate – Questions about The Effectiveness
Summary
Since the increasing recognition of secondary traumatization the methods for supporting helpers and task forces during and after distressing catastrophes and missions are becoming acknowledged as increasingly important. The methods developed by Mitchell (Mitchell & Everly, 1998), called CISM (Critical Incident Stress Management), have been used quite often for helpers. From a scientific point of view these methods are not without controversy. Debriefing in particular is under attack by its critics, and this has led to a broader debate about its effectiveness taking place. In this article we systematically present to the reader actual surveys carried out on Debriefing, and discuss deficiencies in the methodology and content of these studies. Recommendations and alternatives for the prevention of secondary traumatization, as well as for intervention during or after it, are also given.

Keywords
secondary traumatization; PTSD; debriefing; CISM

Manfred Krampl, Schneider Elisabeth

Die reflexive Aufarbeitung des Tsunami-Einsatzes beim österreichischen Desaster Victim Identification Team (DVIE)

Manfred Krampl, Schneider Elisabeth

Zusammenfassung
Lang andauernde und komplexe Einsätze, wie beispiellos in Folge der Tsunami-Katastrophe, erfordern auch eine komplexe Aufarbeitung für Einsatzkräfte. Der Psychologische Dienst der Sicherheitsakademie (.SIAK) des österreichischen Bundesministeriums für Inneres ist nach dem Tsunami-Einsatz des österreichischen Desaster Victim Identification (DVI) Team einen neuen Weg gegangen. Neben der Aufarbeitung von traumatischen Aspekten und erfolgten Reaktionen bzw. Auswirkungen des Einsatzes wurden grundlegende weitere Stressoren berücksichtigt. Stress Moderatoren vor, während und nach dem Einsatz wurden erstmals einbezogen und unter Berücksichtigung von arbeitspsychologischen und teambildenden Prozessen aufgearbeitet. Es gelang somit nicht nur eine kohärente Gesamtstruktur des umfassenden Einsatzes zu gestalten, sondern auch Bewertungskriterien wie Sinnhaftigkeit und Wertigkeit des Einsatzes zu fokussieren. Bedeutende Kohäsionskräfte des Teams, „Teamgeist“ und Zusammengehörigkeitsgefühl wurden somit positiv bestärkt.

Schlüsselwörter
Traumatischer Stress, PTSD, Einsatzkräfte, Stressbewältigung, Debriefing

The Debriefing Debate – Questions about The Effectiveness

Summary
Since the increasing recognition of secondary traumatization the methods for supporting helpers and task forces during and after distressing catastrophes and missions are becoming acknowledged as increasingly important. The methods developed by Mitchell (Mitchell & Everly, 1998), called CISM (Critical Incident Stress Management), have been used quite often for helpers. From a scientific point of view these methods are not without controversy. Debriefing in particular is under attack by its critics, and this has led to a broader debate about its effectiveness taking place. In this article we systematically present to the reader actual surveys carried out on Debriefing, and discuss deficiencies in the methodology and content of these studies. Recommendations and alternatives for the prevention of secondary traumatization, as well as for intervention during or after it, are also given.

Keywords
secondary traumatization; PTSD; debriefing; CISM

Judith Daniels

Eine neuropsychologische Theorie der Sekundären Traumatisierung

Judith Daniels

Zusammenfassung
In den letzten Jahren liegen zunehmend empirische Beleg für das Auftreten einer Sekundären Traumatisierung z.B. bei Psychotherapeutinnen vor. Neuere Studien zeigen, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Störung auf der Basis einer traumatogenen Verarbeitung von Informationen handelt. Dies war zunächst überraschend, zeichnet sich die auslösende Situation bei Psychotherapeutinnen doch durch hohe Vorhersehbarkeit, Kontrolle und Wissen aus. Wie es auch in einer äußerlich sicheren Situation zu einer traumatogenen Verarbeitung kommen kann, erklärt die vorzustellende Theorie. Sie besagt, dass drei Faktoren, die im menschlichen Organismus angelegt sind, dazu beitragen: Empathie, Kindling und Dissoziation. Aus diesem Modell lassen sich therapierelevante Empfehlungen für die Prävention der Sekundären Traumatisierung ableiten.

Schlüsselwörter
Sekundäre Traumatisierung, Dissoziation, Kindling, PTBS, Spiegelneurone

A neuropsychological theory of secondary traumatization

Summary
Over the last years there has been a growing body of empirical evidence for the occurrence of secondary traumatization in psychotherapists. New studies prove that this phenomenon is indeed based on traumatogenic information processing. This was surprising as the causing situation, for example in therapists, is characterized by high predictability, control, and information. The presented theory explains how traumatogenic processing can arise in such a secure situation. It claims that three factors, which are inherent to the human organism, lead to this outcome: empathy, kindling, and dissociation. This model allows drawing therapy relevant conclusions concerning the prevention of secondary traumatization.

Keywords
secondary traumatization; dissociation; kindling; PTSD;
mirror neurons

Ina Rösing

Vom Konzept des Verwundeten Heilers zur Sekundären Traumatisierung

Ina Rösing

Zusammenfassung
Drei Diskurse werden in diesem Artikel zusammengeführt: Der Verwundete Heiler als informelles Etikett und als normatives Modell; die Forschung zur Sekundären Traumatisierung; das Konzept posttraumatic growth. In diesen Diskursen wird entweder von der Annahme einer schlicht positiven Heilwirksamkeit ausgegangen oder aber einer unausweichlichen Heilungsbehinderung durch die "Verwundung" des Heilers. Die Einblendung der transkulturellen Perspektive führt zu einer Differenzierung der Fragestellung und zu einem komplexen Forschungsprogramm, von dem sowohl das Konzept vom Verwundeten Heiler als auch die Forschung zur Sekundären Traumatisierung profitieren könnten.

Schlüsselwörter
Verwundeter Heiler. Physician impairment. Sekundäre Traumatisierung. Post-traumatic growth. Anden-Heiler und -Heilerinnen. Tibetische Schamanen.

From the concept of the wounded healer to
secondary traumatization

Summary
Three lines of discussion are brought together in this article: The “Wounded Healer” as an informal label and normative model; research on secondary traumatization; and the concept of post-traumatic growth. Introducing a transcultural perspective does – contrary to the assumption of either heightened healing effectiveness or dramatic healing hindrance in these discussions – lead to a significant differentiation of the basic questions and to a complex research programme from whose outline the concept of the wounded healer can equally profit as research on secondary traumatization.

Keywords
Physician impairment; Post-traumatic growth

Gernot Brauchle

Zur Aufrechterhaltung sekundärer Traumatisierung bei psychosozialen Einsatzkräften

Gernot Brauchle

Zusammenfassung
Die Begleitung und Betreuung von Betroffenen und Hinterbliebenen nach Großschadensereignissen ist heute ein integrierter Bestandteil in der Bewältigung von Katastrophen. Diese direkte, akute psychische Hilfe entwickelte sich in den letzten Jahren vor allem in den westlichen Industrienationen zu einer professionell organisierten Tätigkeit im Einsatzwesen. Wesentlicher Teil der Aufgaben von so genannten psychosozialen Einsatzkräften ist, sich direkt im Schadensraum um jene Personen zu sorgen, die das Grauen einer Katastrophe erfahren und Kinder, Lebenspartner oder Freunde verloren haben. Die dabei im Rahmen des Einsatzes unmittelbar erlebte Konfrontation mit massiver Hilflosigkeit, Leid und Trauer stellt jedoch auch für psychosoziale Einsatzkräfte eine erhebliche Belastung dar. Sie kann zu einer sekundären Traumatisierung führen, die bei manchen für einen langen Zeitraum aufrecht erhalten bleibt.

Schlüsselwörter
sekundätre Traumatisierung, psychosoziale Einsatzkräfte, Hilflosigkeit, Trauer, Katastrrophenhilfe

Maintenance of secondary traumatization in mental health workers

Summary
In a prospective longitudinal study, six weeks and six months after their mission of the catastrophe in Kaprun, Austria (2000), 135 mental health workers were assessed with the Posttraumatic Stress Diagnostic Scale (PDS), the Coping Strategies Questionnaire, and the Response to Intrusion Questionnaire (RIQ, Clohessy & Ehlers, 1999). After six weeks and after six months post disaster t1 = 8,9 %; t2 = 4,9 % mental health workers showed PTSD. Maladaptive coping strategies, like emotional coping and wishful thinking, contribute to the development and maintenance of posttraumatic stress disorder. Negative interpretation of intrusive memories and rumination had a significant influence on the maintenance of PTSD.

Keywords
PTSD; coping; mental health workers; desaster; Kaprun

Kerstin Baumhauer et al.

Besonderheiten posttraumatischer Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen

Kerstin Baumhauer, Annika Brüggemann, Sandra Rosenthal, Reinhold Schwab,
Georg Romer und Andreas Krüger


Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer Stichprobe von 64 Kindern und Jugendlichen zwischen zwei und 18 Jahren aus der Inanspruchnahmepopulation einer kinder- und jugendpsychiatrischen Trauma-Ambulanz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf klinische Symptome und psychische Auffälligkeiten nach potenziell traumatogenen Ereignissen im Zusammenhang mit Geschlecht, Altersstufe und Art des Traumas. Am häufigsten hatten die Kinder und Jugendlichen sexuellen Missbrauch und körperliche Gewalt erlebt. Mädchen und Jungen aller Altersstufen zeigten nach traumatogenen Ereignissen aller Kategorien posttraumatische Symptome. Allerdings hatten lediglich 50 % der Kinder und Jugendlichen eine Posttraumatische Belastungsstörung nach ICD-10 entwickelt. Etwas mehr Mädchen als Jungen erfüllten die Kriterien dieser Störung, deren Häufigkeit mit dem Alter zunahm. Jüngere Kinder, insbesondere Jungen, zeigten neben Symptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung oft auch Angst, aggressives oder regressives Verhalten. Ältere Kinder und Jugendliche, insbesondere Mädchen, reagierten außer mit Symptomen des Wiedererlebens, Vermeidungsverhalten und Übererregung häufig mit Autoaggressivität, somatoformen Symptomen und Schulproblemen.
Die Kinder und Jugendlichen der untersuchten Stichprobe waren im Vergleich zur Normpopulation im Mittel klinisch auffällig. Die 11- bis 18jährigen Kinder und Jugendlichen blieben allerdings hinsichtlich der externalisierenden Auffälligkeiten im klinisch unauffälligen Bereich.

Schlüsselwörter
Psychische Traumatisierung; Psychotraumatologie; PTSD bei Kindern und Jugendlichen

Specifics of post-traumatic symptoms in children and adolescents

Summary
This study analyses child-specific symptoms as well as behavioral abnormalities following traumatic incidents in relation to gender, age and nature of trauma. It is based on a sample of 64 children and adolescents between two and 18 years who had utilized a special child psychiatric service for traumatized children at the University Hospital Hamburg-Eppendorf.
Most frequently the children and adolescents experienced sexual abuse and physical violence. Girls and boys of all ages had posttraumatic symptoms after all kinds of traumatic events. Nevertheless only 50 % fulfilled the ICD-10-criteria of PTSD, whose frequency increased with age. In addition to symptoms of PTSD, younger children, especially boys, often showed fear, aggressive or regressive behavior. In addition to symptoms of intrusions, avoidance, and hyperarousal, older children and adolescents, especially girls, showed autoaggressive behavior, somatoform symptoms, and school problems.
Compared with children of a norm population, the problems of the children and adolescents of this sample were clinically relevant, except the children and adolescents between 11 and 18 years who were- concerning externalizing symptoms- without pathological findings.

Keywords
psychic trauma; psychotraumatology; PTSD among children and adolescents

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