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Heft 3-2020

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Themenschwerpunkt
Transgenerationale Psychotraumatologie
(Hrsg. Marianne Rauwald)

Editorial
Marianne Rauwald

Faszination und Schuld -– Transgenerative Nachwirkungen der NS-Zeit im Nachkriegsdeutschland
Abstract
Ilka Quindeau


Bedeutung traumatherapeutischer Versorgung geflüchteter Familien unabhängig vom Aufenthaltstitel
Ein „no go“ oder „must have“ in der Prävention transgenerationaler Weitergabe psychischer Traumata
Abstract
M. Nitschke-Janssen

Transgenerationale Traumatisierung in Zeiten von Corona –
Die Nachkriegsgeneration in der Konfrontation mit der Pandemie
Abstract
Marie Anais Zottnick

In der geschlossenen Welt sexueller Übergriffigkeit
Abstract
Claudia Burkhardt-Mußmann

Transgenerationelle Re-Traumatisierung in Aktion
Abstract
Sabine Vogel

Zur Reaktivierung transgenerationaler Traumata im Alter
Abstract
Christiane Schrader

Losing a Mind Out of Mind: Transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen als Zusammenbruch elterlicher Mentalisierungsprozesse
Abstract
Marianne Rauwald, Adrian Rauwald

Transgenerationale Vermittlung von Trauma: Symbolisierung und Gegenübertragung
Abstract
Rosmarie Barwinski

Ilka Quindeau

Faszination und Schuld -– Transgenerative Nachwirkungen der NS-Zeit im Nachkriegsdeutschland
Ilka Quindeau

Zusammenfassung
Die NS-Zeit wirkt bis heute transgenerativ in den Nachkommen der Kriegsgeneration. Der Beitrag untersucht, wie Spuren der NS-Zeit transgenerativ weitergeben werden. Die autoritäre Erziehung in NS und das problematische Verhältnis der Eltern zu den Kriegskindern werden als Bereiche einer transgenerativen Weitergabe beschrieben. Delegation und Teleskoping werden als Modi der unbewussten Weitergabe vorgestellt. Das Erkennen und Verstehen dieser Identifizierungsprozesse wird als Voraussetzung für die Wiederherstellung der Generationsgrenzen angesehen.

Schlüsselwörter
NS-Zeit, Kriegsgeneration, Delegation, Teleskoping, Identifizierungsprozesse

Fascination and Guilt: Transgenerational Repercussions of the Nazi Era in Postwar Germany

Summary
The Nazi era still has a transgenerative effect on the descendants of the war generation. This article examines how traces of the Nazi era are passed on transgeneratively. The authoritarian education during the Nazi regime and the problematic relationship between parents and war children are described as areas of transgenerative transmission. Delegation and telescoping are presented as modes of unconscious transmission. The recognition and understanding of these identification processes is seen as a prerequisite for restoring generational boundaries.

Keywords
Nazi regime, war generation, delegation, telescoping, identification processes

M. Nitschke-Janssen

Bedeutung traumatherapeutischer Versorgung geflüchteter Familien unabhängig vom Aufenthaltstitel
Ein „no go“ oder „must have“ in der Prävention transgenerationaler Weitergabe psychischer Traumata
M. Nitschke-Janssen

Zusammenfassung
Weltweit nehmen psychische Erkrankungen zu. Die zahlreichen Krisenherde, die kindgerechte Lebensbedingungen erschweren, tragen zu dieser Entwicklung bei. Viele Eltern entscheiden sich zur Flucht. Rund 30-50% Geflüchteter haben psychische Erkrankungen. Je nach Traumatisierung der Eltern besteht die Gefahr der transgenerationalen Weitergabe. Der Beitrag veranschaulicht deren Bedeutung insbesondere für geflüchtete Kinder, gibt einen Einblick in Behandlung von Familien ohne Aufenthaltsstatus und reflektiert psychotherapeutische Maximen im Kontext globaler Migrationsbewegungen.

Schlüsselwörter
Geflüchtete, Kinder, Aufenthaltstitel, transgenerational, Trauma

Relevance of Traumatherapeutic Interventions for Refugee Families Regardless the Official Asylum Status
A „no go” or „must have” in the Prevention of Transgenerational Transmission of Psychological Trauma

Summary
Worldwide there is an increase in mental health disturbances. One of the root causes are violent conflicts that hinder children from growing up in security. Therefore many parents decide to flee. About 30-50% of refugees show mental illnesses that bear the risk for transgenerational transmission. This article reflects the special relevance of transgenerational transmission of trauma and treatment of families without secured resident status and discusses therapeutic guidelines in the context of global migration

Keywords
refugees, children, resident, transgenerational, trauma

Marie Anais Zottnick

Transgenerationale Traumatisierung in Zeiten von Corona –
Die Nachkriegsgeneration in der Konfrontation mit der Pandemie
Marie Anais Zottnick

Zusammenfassung
Ausgehend vom Einzelfall wird versucht eine Verbindung zwischen dem Erleben der Corona-Pandemie und transgenrational übertragener Traumata des Zweiten Weltkriegs herzustellen. Im Fallbericht wird eine durch die Pandemie aufgebrochene transgenerational weitergegebene Traumatisierung dargestellt. Auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene dienen aktuelle Studien als Referenz zur Analyse der Abwehr einer Nachkriegsgeneration in der Pandemie. Was bedeutet Traumatisierung, Retraumatisierung und die Aktivierung weitergegebener Traumata durch die Pandemie und welche Abwehr wird sichtbar?

Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, Covid-19, Transgenerationale Traumatisierung, Nachkriegsgeneration, Abwehr

Transgenerational traumatization in the times of Corona: the post-war generation in confrontation with the pandemic

Summary
Based on the individual case, an attempt is made to establish a connection between the experience of the corona pandemic and transgenrationally transmitted traumas from the Second World War. The case reports a transgenerationally transmitted traumatization that has been broken up by the pandemic. At the level of society, current studies serve as a reference to analyze the defense of a post-war generation in the pandemic. What does traumatization, retraumatization and the activation of further traumas mean by the pandemic, and what defense is visible?

Keywords
Corona Pandemic, Covid-19, Transgenerational Traumatization, Postwar Generation, Defense

Claudia Burkhardt-Mußmann

In der geschlossenen Welt sexueller Übergriffigkeit
Claudia Burkhardt-Mußmann

Zusammenfassung
Dargestellt wird die Behandlung eines Jungen, der im Kleinkindalter durch den Großvater mütterlicherseits Opfer sexueller Übergriffe war. Im Verlauf der Behandlung wird deutlich, dass auch die Mutter des Jungen durch ihren Vater sexuellem Missbrauch ausgesetzt war. In Form von „latentem Inzest“ gibt sie diese Erfahrung transgenerational durch die Herstellung eines Klimas sexueller Überstimulierung an den Sohn weiter. Neuere Ansätze zur Traumatheorie legen die Bedeutung von Enactments dar als Chance, Prozesse zur Symbolisierung von abgespaltenen traumabezogenen Erfahrungen anzustoßen.

Schlüsselwörter
Sexueller Missbrauch, Masturbation, latenter Inzest, sexuelle Überstimulierung, Enactments

In the Closed Little World of Sexual Molestation

Summary
This article describes the treatment of a boy who, as a toddler, was the victim of sexual molestation by his maternal grandfather. During the course of this therapy it became apparent that the boy's mother too had been the victim of sexual abuse by her father. She passed on this experience transgenerationally to her son in the form of "latent incest" through the creation of an atmosphere of sexual overstimulation. Psychosexual developmental theories and concepts of object-relations are used to understand the specific psychodynamic of this treatment which is specially characterized by traumatic transference – countertransference and enactments.

Keywords
sexual abuse, compulsive masturbation, this eroticized mother-son-arrangement, climate of overstimulation, enactments.

Sabine Vogel

Transgenerationelle Re-Traumatisierung in Aktion
Sabine Vogel

Zusammenfassung
In einem Fallbericht über die psychotherapeutische Langzeitbehandlung einer mehrfach traumatisierten jugendlichen Geflüchteten liegt der Schwerpunkt der Schilderung auf der multiplen Traumatisierung ihrer selbst und ihrer Mutter im Heimatland, auf der Flucht und hier. Die Wirkung der verschiedenen traumatischen Erfahrungen auf die Beziehung der beiden wird untersucht, das problematische, von gegenseitigen retraumatisierenden Einbrüchen destabilisierte Zusammenleben wird beschrieben, die Themenschwerpunkte der Jugendlichen-Psychotherapie in Hinblick auf die Separationsentwicklung der Adoleszentin dargelegt.

Schlüsselwörter
Langzeitbehandlung, traumatisierte jugendliche Geflüchtete, Retraumatisierung, Mentalisierung, transgenerationelle Traumatisierung

Transgenerational Retraumatizing in Action – Effects of a Mother's Trauma on a Young Psychotherapy Patient's Adolescent Development

Summary
In one case study about the psychotherapeutic long-term treatment of a multiply traumatized teenage refugee, the emphasis is on the description of the multiple traumatization she and her mother experienced in their home country, while fleeing, and here. The effect of the various traumatizing experiences on the relationship between mother and daughter is analyzed; their problematic life together – destabilized by reciprocal re-traumatizing setbacks – is described; the thematic focuses of adolescent psychotherapy are presented with respect to the separation development of the adolescent.

Keywords
long-term treatment, traumatized adolescents, refugees, retraumatizing, mentalization, transgenerational trauma

Christiane Schrader

Zur Reaktivierung transgenerationaler Traumata im Alter
Christiane Schrader

Zusammenfassung
Bei den jetzt über 65-Jährigen ist in besonderem Maße mit den psychischen Folgen der Katastrophen des 20. Jahrhunderts und der Verschränkung transgenerationaler und eigener Traumata zu rechnen. Die Reaktivierung solcher Muster abgewehrter Traumata im Alter wird anhand eines Fallbeispiels dargestellt und diskutiert. Da den Betroffenen die Traumatisierungen keineswegs immer bewusst sind, wird auf die Bedeutung verschiedener Traumafolgen im Alter auch bei denjenigen hingewiesen, die sich wegen anderer Probleme in medizinische, psychotherapeutische oder psychosoziale Versorgung begeben.

Schlüsselwörter
Psychotherapie im Alter, Traumafolgen im Alter, Traumareaktivierung, Kriegs- und Nachkriegskinder, Identifizierung mit den Traumata der Eltern.

The Reactivation of Transgenerational Transmission of Trauma in Old Age

Summary
The psychological consequences of the catastrophes of the 20th century and the entanglement of transgenerational and own traumas are notably to be expected in the over 65-year-olds. The reactivation of such fended off patterns of trauma in old age will be discussed on the basis of a case study. Since the affected persons are by no means always aware of their traumatizations, the importance of various consequences of trauma in old age is also pointed out for those who seek medical, psychotherapeutic or psychosocial treatment and care because of other problems.

Keywords
Psychotherapy in old age, consequences of trauma in old age, reactivation of trauma, war and post-war children, identification with the traumas of the parents.

Marianne Rauwald, Adrian Rauwald

Losing a Mind Out of Mind: Transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen als Zusammenbruch elterlicher Mentalisierungsprozesse
Marianne Rauwald, Adrian Rauwald

Zusammenfassung
Dieser Beitrag versucht anhand eines Fallbeispiels die Mechanismen der transgenerationalen Traumatisierung im Kontext von Migration und Flucht darzulegen. Häufig kommt es durch den traumatisch bedingten Zusammenbruch der elterlichen Mentalisierungsfähigkeit zu einer Parentifizierung der Kinder, die zu einem Container der elterlichen traumatischen Erfahrung werden, wodurch die Weichen für die transgenerationale Traumatisierung gestellt werden. Eine mentalisierende therapeutische Haltung wird empfohlen, um die komplexen Familiendynamiken verstehen zu können und eine positive Entwicklung des Familiensystems im Ankunftsland zu gewährleisten.

Schlüsselwörter
Transgenerationale Traumatisierung, Mentalisierung, Bindung, Migration, Fluchtht

Losing a Mind Out of Mind. Transgenerational Transfer of Traumatic Experiences as Collapse of Parental Processes of Mentalization

Summary
Along a case study, this article tries to illustrate the mechanisms of transgenerational traumatization in the context of migration and flight. Often, the trauma induced breakdown of the parental mentalization leads to a parentification of the children, who become a container of the parental traumatic experience and thus set the course for transgenerational traumatization. A mentalizing therapeutic stance is recommended in order to understand the complex family dynamics and to ensure a positive development of the family system in the country of arrival.

Keywords
transgenerational traumatization, mentalization, attachment, migration, flight

Rosmarie Barwinski

Transgenerationale Vermittlung von Trauma: Symbolisierung und Gegenübertragung
Rosmarie Barwinski

Zusammenfassung
Erinnerungen an traumatische Geschehnissen können unterschiedlich zum Ausdruck gebracht werden: über Körpersymptome, als Wiederholung von Selbstschutzverhalten in traumatischen Situationen oder als Narrativ der eigenen Traumageschichte. Diese verschiedenen Formen der Erinnerung gehen mit spezifischen Abwehrmechanismen einher und zeichnen sich durch unterschiedliche Ebenen der Symbolisierung aus. Am Beispiel von sexuellem Missbrauch in der Kindheit wird aufzeigt, welches Symbolisierungsniveau erreicht sein muss, damit die Kette des transgenerationalen Missbrauchs unterbrochen wird. Wie die erreichte Symbolisierungsebene in der therapeutischen Beziehung mittels der Gegenübertragung erfasst werden kann, wird anhand von Beispielen verdeutlicht.

Schlüsselwörter
Transgenerationale Traumatisierung, Spaltung, Erinnerung, Gegenübertragung, Symbolisierung

Transgenerational Imparting of Trauma: Representation and Countertransference

Summary
Memories of traumatic incidents can be expressed in various ways: via physical body symptoms, as repetition of self-defense behavior in traumatic situations, or as a narrative of the individual traumatic story. These varying forms of memory accompany specific defense mechanisms and display themselves through varying levels of representation. The example of sexual abuse in childhood shows which level of representation has to be reached so that the chain of transgenerational abuse is interrupted. How the achieved level of representation can be realized in the therapeutic relationship through means of countertransference is illustrated with examples

Keywords
transgenerational traumatizing, splitting, memory, countertransference, representation

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