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Heft 1-2020

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Themenschwerpunkt
Opfer rechter Gewalt
(Hrsg. Michaela Kirmes, Rosmarie Barwinski)

„Es gibt hier keine Sicherheit“: die langfristigen Folgen rassistischer Gewalt
Abstract
Heike Kleffner

Antisemitismus als biographische Erfahrungskategorie
Abstract
Marina Chernivsky

Der pädagogische Umgang mit Antisemitismus an Schulen. Forschungsbefunde aus dem Schulalltag in Deutschland
Abstract
Julia Bernstein, Florian Diddens

Hate Speech von rechts
Abstract
Annika Ross

Toxische Männlichkeit: Entstehung von rechter Gewalt
Abstract
Sebastian Tippe

Verfolgungswahn, Zerstören und Totschlagen – zur Psycho- und Soziogenese rechter Gewalt
Abstract
Wolfgang Leuschner

Retraumatisierung von Geflüchteten durch rassistische Gewalt – Erfahrungen aus der Betroffenenberatung
Abstract
Kai Stoltmann

Niedrigschwellig, ganzheitlich, sozialarbeitend – Psychosoziale Beratung von Betroffenen rassistischer Gewalt mit Fluchterfahrung
Abstract
Lena Nowak

Solidarisch & Professionell: Zwei Jahrzehnte unabhängige Beratung für Betroffene rechter, rassistisch und antisemitisch motivierter Gewalt
Heike Kleffner, Ceren Türkmen

In Memoriam Johan Lansen 1933 – 2019
Christian Pross

Heike Kleffner

„Es gibt hier keine Sicherheit“: die langfristigen Folgen rassistischer Gewalt
Heike Kleffner

Zusammenfassung
Täglich ereignen sich drei bis vier rechts, rassistisch oder antisemitisch motivierte Gewalttaten in Deutschland. Doch die Perspektive der Angegriffenen wird allzu oft in der Berichterstattung nicht berücksichtigt. Anhand von zwei Beispielfällen aus Sachsen-Anhalt werden die langfristigen Konsequenzen rassistischer Gewalt beschrieben, die das Leben der direkt und indirekt Betroffenen auch dann noch beeinträchtigen, wenn die juristische Aufarbeitung der Taten abgeschlossen ist.

Schlüsselwörter
Rassismus, Trauma, Rechtsextremismus, Gewalt, Justiz

„I am not Safe Here" – The Long-Term Consequences of Racist Violence

Summary
In Germany three to four right-wing, racist and anti-Semitic attacks take place. But the media often ignores or the perspective of the victims of hate-crimes in the reports on violent right-wing attacks. The article describes the long-term consequences of racist violence on the daily lives of those affected by looking at two cases from Saxony-Anhalt.

Keywords
racism, hate crime, trauma, right-wing extremism, violence

Marina Chernivsky

Antisemitismus als biographische Erfahrungskategorie
Marina Chernivsky

Zusammenfassung
In den hiesigen Debatten um Antisemitismus spielt die Kontinuität und Wirkung von Antisemitismus als eine lebensgeschichtliche (biographische) Erfahrungskategorie eine eher untergeordnete Rolle. Im Umgang mit Antisemitismus als biographische Erfahrungskategorie stellt die Vergangenheit aber einen wichtigen Bezugspunkt dar. Es ist unbedingt erforderlich, stets die Expertisen und Erfahrungen von Betroffenen einzubeziehen und zu würdigen. Die Ausdehnung des Aktionsradius und die Schärfung der Wahrnehmbarkeit von Antisemitismus als eine real existierende Ausgrenzungs- und Gewaltpraxis spielt dabei eine zentrale Rolle.

Schlüsselwörter
Antisemitismus, Diskriminierung, Shoah, Migration, Trauma

Antisemitism as a Biographical Category of Experience

Summary
The continuity and impact of anti-Semitism as a life-historical (biographical) category of experience plays a rather subordinate role in the debates on anti-Semitism here. In dealing with anti-Semitism as a biographical category of experience, the past is an important point of reference. It is advisable and absolutely necessary to always include and acknowledge the expertise and experiences of those affected. The expansion of the radius of action and the sharpening of the perceptibility of anti-Semitism as a real existing practice of exclusion and violence thematized plays a central role here.

Keywords
antisemitism, discrimination, Shoah, migration, trauma

Julia Bernstein, Florian Diddens

Der pädagogische Umgang mit Antisemitismus an Schulen. Forschungsbefunde aus dem Schulalltag in Deutschland
Julia Bernstein, Florian Diddens

Zusammenfassung
Die Erfahrungen jüdischer Schülerinnen werden mit den Wahrnehmungs- und Handlungsmustern von nichtjüdischen LehrerInnen kontrastiert, um nachzuzeichnen, wie sich Antisemitismus trotz seiner sozialen Ächtung an Schulen verfestigt hat. Der antisemitischen Diskriminierungspraxis stehen Bagatellisierungen des Antisemitismus vieler Lehrkräfte gegenüber, aber auch Antisemitismus unter Lehrkräften. Besondere Herausforderungen im Umgangs mit Antisemitismus stellen sich bei der Gleichsetzung von Antisemitismus mit Rassismus, dem Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus und dem Umgang mit nationalsozialistischer Symbolik und Vernichtungsphantasien.

Schlüsselwörter
Antisemitismus, Schule, jüdische Perspektiven, Lehrer, Diskriminierung

Educational Techniques for Dealing with Anti-Semitism in Schools. Research ­Results Pertaining to Everyday School Life in Germany

Summary
The experiences of Jewish pupils are juxtaposed with the perceptions and actions of non-Jewish teachers. While antisemitism is considered as a part of everyday school settings leading to discrimination and attacks by people affected, it is often relativized or trivialized by non-Jewish teachers. To a noteworthy extent, teachers act antisemitic themselves. The main problems of teachers dealing with antisemitism are expressed by a tendency to equate antisemitism with racism, as well as out of difficulties to recognize and to counterargue Israel related antisemitism and out of trivializing the use of national socialistic symbols and phrases popular among pupils.

Keywords
antisemitism, school, experiences of Jews in Germany, teacher, discrimination

Annika Ross

Hate Speech von rechts
Annika Ross

Zusammenfassung
Hate Speech, egal ob sie Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit oder Antisemitismus propagiert, hat den immer gleichen Kern: die kommunikative Herstellung menschlicher Minderwertigkeit. Aber die Hasskommentare im Internet haben kein Gesicht. Keine Identität – keine Verantwortung. Die Anonymität lässt auch die letzte Hemmschwelle sinken. Die Opfer hingegen verlieren ihr Gesicht. Doch wo entsteht rechte Hate Speech? Wie hoch ist ihr Anteil in all den Hasskommentaren, die jeden Tag gepostet werden? Wer sind die Täter? Wer sind die Opfer? Und ist Gegenwehr überhaupt möglich?

Schlüsselwörter
Hasspostings, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Gegenwehr

Hate Speech from the Right Wing

Summary
Hate Speech, whether it propagates racism, xenophobia or anti-Semitism, has a core principle: It aims to create human inferiority using communication. But Hate Speech comments on the internet have no face. No identity – no responsibility. This anonymity lowers even the last inhibitions. The victims however lose their standing. How does Hate Speech from the right wing arise? What is its share among the amount of hateful comments posted every day? Who are the offenders? Who are the victims? And is it possible to resist?

Keywords
hate posts, racism, Antisemitism, sexism, resistance

Sebastian Tippe

Toxische Männlichkeit: Entstehung von rechter Gewalt
Sebastian Tippe

Zusammenfassung
Toxische Männlichkeit beschreibt sozialisationsbedingte problematische und schädigende Denk- und Verhaltensweisen von Jungen und Männern. Diese bilden sich durch Abgrenzung zu allem vermeintlich nicht Männlichem heraus – vor allem in der Abspaltung zu allem „Weiblichen“ sowie zu allem, was das Konstrukt der hegemonialen Männlichkeit gefährden könnte. Dabei schaden Männer nicht nur anderen, sie schaden dabei auch sich selber. Der Zusammenhang von toxischer Männlichkeit und rechten, rassistischen und antisemitischen Einstellungen und Gewalt wird in diesem Beitrag dargestellt. Anschließend werden Lösungsansätze für die Dekonstruktion von toxischen Geschlechterkonstruktionen vorgestellt.

Schlüsselwörter
Toxische Männlichkeit, Geschlechterstereotype, rechte Gewalt, männliche Sozialisation, Gleichberechtigung, Feminismus

Toxic Masculinity: Origin of Right-Wing Violence

Summary
Toxic masculinity describes the problematic and damaging mindset and behavior of boys and men brought about by conditions of socialization. Boys and men define themselves by distancing themselves from everything perceived as not masculine – above all by breaking away from everything "feminine" as well as from everything that could endanger the construct of hegemonic masculinity. In doing so they not only harm the others; at the same time they also harm themselves. The connection between toxic masculinity and right-wing, racist, and anti-Semitic attitudes and violence is described in this article. In conclusion, approaches for solutions for the demolition of toxic sexual constructs will be presented.

Keywords
toxic masculinity, sexual stereotypes, right-wing violence, masculine socialization, equal rights (of men and women), feminism

Wolfgang Leuschner

Verfolgungswahn, Zerstören und Totschlagen – zur Psycho- und Soziogenese rechter Gewalt
Wolfgang Leuschner

Zusammenfassung
In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie es schon in der frühen Kindheit in bestimmten familiären Verhältnissen zur destruktiven Grundstörung der primitiven rechtsextremistischen Hasslogik und Vernichtungsangst kommen kann. Die Hasseffektlogik wird in späteren Lebensphasen in organisierten Kollektiven „scharf gemacht“ und kann sich zu radikaler Mitleidlosigkeit gegenüber Minderheiten, zu tätlicher Gewalt, Brand- und Mordanschlägen steigern und schließlich auch in Pogromen Ausdruck verschaffen.

Schlüsselwörter
Verfolgungswahn, Hassaffektbildung, Wahngewissheit, Kollektivparanoia, Pogrome

Persecution Complex, Destroy and Beat to Death – The Psychogenesis and Sociogenesis of Right-Wing Violence

Summary
This article shows how, in certain familial situations, the destructive dysfunction of primitive, right-wing extremist "logic" of hatred and fear of destruction can already arise in early childhood. The "logical" development of passionate hatred is then inflamed in organized collectives in later stages of life and escalates into a radical ruthlessness toward minorities, into acts of physical violence, arson attacks and assassination attempts, and finally also expresses itself in pogroms.

Keywords
Paranoia, Persecution Complex, Creation of Passionate Hatred, Delusion Certainty, Collective Paranoia, Pogroms

Kai Stoltmann

Retraumatisierung von Geflüchteten durch rassistische Gewalt – Erfahrungen aus der Betroffenenberatung
Kai Stoltmann

Zusammenfassung
In den letzten Jahren verzeichnen Beratungsstellen für Betroffene von rechten Angriffen einen deutlichen Anstieg von Gewalttaten im Kontext von Flucht und Migration. Das Motiv dahinter lautet Rassismus, der sich besonders deutlich gegen Geflüchtete richtet. Die Opfer haben häufig bereits in ihren Herkunftsländern und auf der Flucht traumatisierende Erlebnisse gehabt. Durch ihre erneute Gewalterfahrung in Deutschland, wo sie sich eigentlich sicher fühlen wollten, werden diese Erfahrungen aktualisiert.

Schlüsselwörter
Rechte Gewalt, Rassismus, Fluchttrauma, Psychosoziale Beratung

Renewed Traumatization of Refugees from Racist Violence. Experiences Reported in Counseling Sessions with Those Affected

Summary
Counseling centers for victims of right-wing attacks have seen a significant increase of racist violence against migrants and refugees in the recent years. The victims have often had traumatic experiences in their homelands and on their way to Europe. The renewed experience of violence in Germany, a place where they came to feel save, often refreshes traumas of the past.

Keywords
right-wing violence, racism, escape traumas, psychosocial counselling

Lena Nowak

Niedrigschwellig, ganzheitlich, sozialarbeitend – Psychosoziale Beratung von Betroffenen rassistischer Gewalt mit Fluchterfahrung
Lena Nowak

Zusammenfassung
Geflüchtete Menschen, die rassistische Gewalt erleben mussten, sind zumeist biospsychosozial hoch belastet. Gleichzeitig sind die Versorgungseinrichtungen für diese Klientel nur eingeschränkt zugänglich. Für die spezialisierten Unterstützungsprojekte ist wiederum die Zielgruppe aufgrund sprachlicher, kultureller und örtlicher Barrieren oft schwer erreichbar. Benötigt wird daher eine niedrigschwellige und bedarfsgerechte psychosoziale Hilfe. Ein Therapieschulen-übergreifender Ansatz einer bedürfnisorientierten Diagnostik und Intervention kann unter Einbeziehung der Lebenswelt ein hilfreiches Modell in der professionellen Unterstützung sein.

Schlüsselwörter
Geflüchtete, Rassismus, Biopsychosoziale Versorgung, Klinische Sozialarbeit, Grundbedürfnisse

Easily Accessible, Holistic and Based on Social Work – Psychosocial Counseling for Refugees Affected by Racist Violence

Summary
Refugees who had to experience racist violence, are often biopsychosocially stressed. At the same time, refugees usually have limited access to supply facilities. For specialized support projects, it is often difficult to reach these clients due to language, cultural and local barriers. Hence, easily accessible and needs-based psychosocial help is required. An approach that is crossing therapy schools on the basis of needs-based diagnostics and intervention, considering also the living environment, can be a helpful model for the professional support of refugees.

Keywords
refugees, racism, biopsychosocial care, clinical social work, basic needs

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Empfehlungen und Strategien [354 KB]

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