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Heft 1-2017

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Themenschwerpunkt
Psychosomatische Schmerzsyndrome nach Traumatisierung
(Hrsg. Carl Eduard Scheidt)

Chronischer Schmerz und frühe Traumatisierung: Wissenschaftliche Evidenz in der Behandlung sinnvoll nutzen
Abstract
Ralf Nickel

Schmerzen nach traumatischer Erfahrung
Abstract
Carl Eduard Scheidt

Chronischer Schmerz nach Trauma – ein Phänomen des leiblich Unbewussten
Abstract
Manfred Sauer, Sabine Emmerich

Wie manifestiert sich das verborgene Trauma in der therapeutischen Beziehung?
Abstract
Hans Holderegger

Die Behandlung von traumatisierten Patienten in der multimodalen Schmerztherapie
Abstract
Wolfgang Söllner, Sandra Venkat

Trauma und Schmerz: eine evolutionsbiologische Perspektive
Abstract
Jonas Tesarz, Wolfgang Eich

Erwerbslosigkeit und Trauma – ein Beratungskonzept für den Umgang mit traumatisierten Erwerbslosen
Abstract
Rosmarie Barwinski

Ralf Nickel

Chronischer Schmerz und frühe Trauma­tisierung: Wissenschaftliche Evidenz in der Behandlung sinnvoll nutzen
Ralf Nickel

Zusammenfassung
Der Zusammenhang zwischen frühen Traumatisierungen und dem Entstehen chronischer Schmerzen im Erwachsenenalter wurde in den letzten Jahren immer deutlicher. Die empirischen Belege kommen sowohl aus Untersuchungen an Schmerzpatienten und der Allgemeinbevölkerung, aus besonders wichtigen prospektiven Langzeituntersuchungen, die mehrere Jahrzehnte umfassen und sogar aus tierexperimentellen Studien. Die Menge und Qualität der Studienergebnisse können Therapeuten die Sicherheit geben, dass auch bei Patienten mit chronischen Schmerzen ein bio-psycho-soziales Krankheitsmodell seine Gültigkeit hat.

Schlüsselwörter
Chronischer Schmerz, Fibromyalgie, Psychoedukation, Sexueller Missbrauch, Negative Kindheitserfahrungen

Chronic pain and early trauma: how to reasonably use scientific evidence for treatment

Summary
The relationship between early trauma and the onset of chronic pain in adulthood has become increasingly clear in recent years. Empirical evidence is found in patient populations, in population-based cross-sectional studies, in studies with prospective designs, including long-term studies covering a period of several decades as well as in animal studies. The amount and quality of data allows the therapist to trust in the validity of a bio-psycho-social model of illness even in patients with chronic pain.

Keywords
chronic pain, fibromyalgia, education, sexual abuse, adverse childhood experiences

Carl Eduard Scheidt

Schmerzen nach traumatischer Erfahrung
Carl Eduard Scheidt

Zusammenfassung
Beim Umgang mit Schmerzpatienten, die Traumaerfahrungen in der Vorgeschichte haben, muss bei medizinischen Eingriffen die erhöhte Vulnerabilität berücksichtigt werden. Deswegen ist es notwendig, in einer sorgfältigen Anamnese auch das Vorliegen von Traumatisierungen zu erheben. Wenn diese vorliegen, kann die Bearbeitung der traumatischen Erfahrungen gegenüber der Schmerztherapie in den Vordergrund treten oder ihr zumindest gleichgeordnet sein. Bei der schmerztherapeutischen Behandlungen ist deswegen eine enge Kooperation aller am Behandlungsprozess beteiligten Therapeuten notwendig.

Schlüsselwörter
chronischer Schmerz, Trauma, Schmerzverarbeitung, Stressreaktionlt

Pains after traumatic experience

Summary
Medical treatments of chronic pain patients who have experienced trauma in their history has to consider a heightened vulnerability under conditions of surgical intervention and other medical treatments. Pain management in these cases has to integrate a psychotherapeutic approach supporting the coping with trauma. Therefore an interdisciplinary treatment setting is required to offer adequate help for traumatized pain patients.

Keywords
chronic pain, trauma, coping with pain, stress response

Manfred Sauer, Sabine Emmerich

Chronischer Schmerz nach Trauma – ein Phänomen des leiblich Unbewussten
Manfred Sauer, Sabine Emmerich

Zusammenfassung
Der akute Schmerz gehört zu einem Frühwarnsystem des Organismus. Seine Bedeutung ist es, uns auf Gefahren aufmerksam zu machen. Schon der Fetus reagiert bei wiederholten schmerzhaften Prozeduren mit einem Defensivverhalten. Im Laufe des Lebens lernen wir schmerzhafte Situationen zu antizipieren, um so eine Gefahr für Leib und Leben zu vermeiden. Ganz anders verhält es sich beim chronischen Schmerz nach Trauma. Hier ist die ursprüngliche Bedeutung scheinbar entkoppelt vom Signalcharakter des Schmerzes. Erschwerend kommt hinzu, wenn die Betroffenen eine Amnesie für die schmerzauslösende Situation haben. Dann ist der chronische Schmerz als ein Phänomen des leiblich Unbewussten doppelt unzugänglich. Eine kausale Behandlung des Schmerzes steht also vor dem Problem, Rahmenbedingungen zu gestalten, die „nachträglich“ eine Bedeutungskoppelung zwischen den Ebenen des leiblich Unbewussten und der Ebene unseres Bewusstseins ermöglichen. An zwei Beispiele wird das erläutert.

Schlüsselwörter
Chronischer Schmerz, Frühwarnsystem, leiblich Unbewusstes

Chronic pain after a trauma – a phenomenon of the bodily unconscious

Summary
Acute pain belongs to an early-warning system of the organism. Its significance resides in the act of making us aware of dangers. Even the fetus shoes a defensive reaction after repeatedly painful procedures. In the course of our lives we learn to anticipate painful situations in order to prevent body and soul from danger. But the situation is completely different when given chronic pain after a trauma. The original sense, seems to be cut off from the signal chracter of pain. And what makes the problem more difficult is when the patient suffers from amnesia for the pain-triggering situation. Then chronic pain as a phenomenon of the bodily unconscious is not accessible in a double sense – on double levels. Causal treatment of pain faces the problem of creating a general framework to generate a subsequent interlinking of the two strata of the bodily unconscious and the level of our consciousness. This is explained by two examples.

Keywords
chronic pain, rapid alert system, bodily unconscious.

Hans Holderegger

Wie manifestiert sich das verborgene Trauma in der therapeutischen Beziehung?
Hans Holderegger

Zusammenfassung
Wie verborgene frühe Traumata in der Übertragung zur Darstellung kommen und wie der Analytiker davon berührt wird und damit arbeiten kann, ist das Thema dieses Beitrags. Die theoretischen Überlegungen, in denen die Bedeutung projektiver Vorgänge und die Funktion der primären Lebensorganisation zur Sprache kommen, orientieren sich an einer Falldarstellung, in der die Beschreibung eines Handlungsdialogs im Mittelpunkt steht. Das Phänomen des Wiederholungszwangs wird nicht nur im Sinne einer Traumamitteilung verstanden, sondern auch als Suche nach dem Objekt, nach dem Anderen, der die Inszenierung versteht und den Patienten aus seiner traumabedingten Blockierung befreien kann.

Schlüsselwörter
verborgene Traumata, Wiederholungszwang, traumabedingte Blockierung, Inszenierung

How can covert early traumas express themselves in transference?

Summary
The article discusses how covert early traumas can express themselves in transference, how they affect the analyst and when this happens, how he can work with them. The theoretical ideas proposed by the author in discussing the significance of projective events and the function of primary life organization are geared to the discussion of a case revolving around the description of an action dialogue. The phenomenon of compulsive repetition is understood here not only as the narration of a trauma but also as a quest for the object, the Other as one who understands the enactment and can help free the patient from his/her trauma-conditioned blockage.

Keywords
covert trauma, compulsive repetition, trauma-conditioned blockage, enactment

Wolfgang Söllner, Sandra Venkat

Die Behandlung von traumatisierten Patienten in der multimodalen Schmerztherapie
Wolfgang Söllner, Sandra Venkat

Zusammenfassung
In Schmerzentren werden häufig Patienten mit Traumatisierung in Kindheit und Jugend und teilweise auch anhaltenden posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) behandelt. Die Traumatisierung wird oft erst im Rahmen einer multimodalen Schmerztherapie (MMST) erkannt. Die Mitarbeiter von Schmerzeinrichtungen, die eine MMST anbieten, sollten über den Umgang und die Behandlung von traumatisierten Schmerzpatienten geschult werden. Ein zweizeitiges Behandlungsverfahren wird vorgeschlagen: Nach einer MMST soll eine weiterführende traumatherapeutisch fokussierte psychosomatische Behandlung angeschlossen werden.

Schlüsselwörter
Chronischer Schmerz, Trauma, Traumatisierung, Multimodale Schmerzbehandlung, Schmerztagesklinik

The treatment of traumatized patients in multimodal pain therapy

Summary

Specialized pain therapy centres often treat patients who were traumatized in childhood or adolescence, or suffer from a posttraumatic stress disorder (PTSD). Many times, this traumatization is identified during a multimodal pain therapy (MMST). Medical staff working in pain therapy centres, which offer MMST, should be trained in dealing with traumatized pain patients. Therapists should master and use stabilizing techniques, as established in trauma therapy. After MMST, a continuative trauma therapy should be offered.

Keywords
chronic pain, trauma, traumatization, multimodal pain treatment, pain day hospital

Jonas Tesarz, Wolfgang Eich

Trauma und Schmerz: eine evolutionsbiologische Perspektive
Jonas Tesarz, Wolfgang Eich

Zusammenfassung
Dieser Beitrag befasst sich mit den evolutionsbiologischen Aspekten unserer Reaktionen im Schmerzempfinden auf psychische Traumata. So gibt es Hinweise, dass Schmerzsensibilisierung, -generalisierung und -chronifizierung Folge von evolutionär konservierten Schutzmechanismen darstellen, die sich herausgebildet haben, um den Organismus zu schützen, und ihm erlauben, nach Bedrohung wieder zu regenerieren. Die Möglichkeit der Chronifizierung vergangener, eigenlich längst verheilter Schmerzzustände könnte somit ein ungewollter Nebeneffekt dieser ursprünglich sinnvollen Selbstschutzmechanismen darstellen.

Schlüsselwörter
Psychisches Trauma; Phylogenese; Evolution; Schmerzempfinden; Schmerz

Trauma and pain: an evolutionary approach

Summary
This review deals with the evolutionary biological aspects of our responses to psychological trauma. There are indications, for example, that pain sensitization, pain generalization, and pain chronification are the results of evolutionarily conserved protective mechanisms that have developed to protect the organism and allow them to regenerate after threat. Against this background, the chronification of past, physically long-healed, painful states may constitute an unwanted side-effect of these self-protection mechanisms which were originally meaningful in terms of development history.

Keywords
psychological trauma; early stress exposure; phylo­genesis; evolution; pain perception; central sensitization; pain

Rosmarie Barwinski

Erwerbslosigkeit und Trauma – ein Beratungskonzept für den Umgang mit traumatisierten Erwerbslosen
Rosmarie Barwinski

Zusammenfassung
Erwerbslosigkeit ist ein gesellschaftspolitisches Problem. Für davon Betroffene kann sie zu schwerwiegenden psychischen Folgen führen. Im Beitrag wird aufgezeigt, welche Aspekte in einer Beratung oder Psychotherapie von Erwerbslosen berücksichtigt werden sollten, die aufgrund ihrer sozialen Situation Symptome zeigen, die auf traumatische Prozesse hinweisen

Schlüsselwörter
Erwerbslosigkeit, Funktionen der Arbeit, Trauma, Konfliktneigung, Übertragung

Unemployment and trauma – a consulting concept for dealing with traumatized unemployed persons

Summary

Unemployment is a socio-political problem. In order to bring them to a standstill or at least to reduce them, a causal solution must be found at the economic and political level. However, long-term unemployment can lead to serious psychological consequences for the individual concerned. The paper shows which aspects should be considered in a consultation or psychotherapy of unemployed people who, due to their social situation, show symptoms that point to traumatic processes.

Keywords
unemployment, work functions, trauma, conflict disposition, transference

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