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Heft 4/2013

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Themenschwerpunkt
Cinetraumatologie: Darstellung psychischer Traumatisierung im Film
(Hrsg. Gottfried Fischer und Bernhard Wutka)

Nachruf auf Gottfried Fischer

Editorial
Gottfried Fischer und Bernhard Wutka

Psychoanalytische Cinetraumatologie am Beispiel von „Dogville“
Abstract
Gottfried Fischer und Bernhard Wutka

Gegenübertragung im Traumafilm am Beispiel von „Dogville“
Abstract
Monika Becker-Fischer, Bernhard Wutka und Gottfried Fischer

Drehbuchentwicklung in der Cinetraumatologie
Abstract
Bernhard Wutka und Gottfried Fischer

Berufliche Traumatisierung – Cinetraumatologie am Beispiel von „Bringing out the Dead – Nächte der Erinnerung“
Abstract
Daniel Hengst, Bernhard Wutka und Gottfried Fischer

„Es ist nicht schwer, andere zu demütigen“ – Folterbewältigung im Film am Beispiel „Der Tod und das Mädchen“
Abstract
Rosmarie Barwinski und Bernhard Wutka

Die Familie als Kriegsschauplatz – Trauma-Dramaturgie des sexuellen Missbrauchs im Film „The War Zone“
Abstract
Brigitte Dennemarck-Jäger

Erinnerung als Rekonstruktion von Wirklichkeit – gruppendynamische Prozesse in der Verarbeitung des Traumas von Haft und Zersetzung in der SED-Diktatur auf der Bühne (Teil 1)
Abstract
Lea Hermann und Christian Pross

Die „Eröffnung des intersubjektiven Raumes“ – ein Behandlungsansatz für die Therapie bei Traumafolgestörungen
Abstract
Bettina Stormanns

Gottfried Fischer und Bernhard Wutka

Psychoanalytische Cinetraumatologie am Beispiel von „Dogville
Gottfried Fischer und Bernhard WutkaZusammenfassung

Zusammenfassung
Der Film Dogville (Dänemark 2003, Reg. Lars von Trier) wird als Beispiel für die Darstellung psychischer Traumatisierung im Spielfilm diskutiert. Die hier vorgetragene Interpretation entspricht dem Vorgehen der psychoanalytischen Kunstinterpretation nach den Ebenen der Phänomenologie, Hermeneutik und Dialektik. Phänomenologisch wird die Filmhandlung zunächst immanent beschrieben, wie sie sich für die handelnden Figuren darstellt, aber auch im bewussten Erleben des Publikums. Den Gegenstand der Hermeneutik bildet der strukturelle Zusammenhang von Autor, Werk und Rezipient in der Dimension von bewusstem und unbewusstem Erleben und Verhalten. Der dialektische Zugang interessiert sich für die Bewegung, die das Werk in seiner immanenten Entwicklung und damit auch im unbewussten Erleben des Publikums auslöst. Wie verwickelt der Film sein Publikum in die Traumadynamik und welche Hinweise zur „Ent-Wicklung“, zur Überwindung und „Aufhebung“ der Täter-Opfer-Dynamik hält er bereit?

Schlüsselwörter
Traumadynamik in der Kunstpsychologie, Phänomenologie, Hermeneutik, Dialektik, Aufhebung, „Verwicklung“ in die Traumadynamik versus „Ent-Wicklung“ des Publikums von der Dynamik psychischer Traumatisierung

Psychoanalytic Cinetraumatology using the example of Dogville

Summary
Dogville (2003, Lars von Trier) is being discussed as an example of presenting psychic traumatisation in the feature film. The authors analyze the film following a multi-level- approach, starting from phenomenology, over hermeneutics to the dialectical aspect. The phenomenological approach implies a description of the story line in the perspective of the film figures as well the spectators. The triangular system of author, work and recipient(s) in ist conscious and unconscious dimension, is being analyzed by the hermeneutic method. The dialectical aspect in Cinetraumatology is centered on the movements and turning points the story line takes in ist internal development und in the public’s conscious and unconscious experience. How does the feature film involve his public in the psychodynamics of trauma? Does it also help to disinvolve from those dynamics and so to overcome the traumatic impact?

Keywords
Traumadynamics in the psychology of art, Phenomenology, Hermeneutics, Dialectic,„Aufhebung“, involment in vs. disinvolvement from the dynamics of psychic traumatisation.

Monika Becker-Fischer et al.

Gegenübertragung im Traumafilm am Beispiel von „Dogville“
Monika Becker-Fischer, Bernhard Wutka und Gottfried Fischer

Zusammenfassung
Der Begriff der „Gegenübertragungsanalyse“ wird eingeführt und von Missverständnissen abgegrenzt. Sie ist im Kunstwerk grundsätzlich nur auf das Dreieck von Autor, Werk und Rezipient zu beschränken und geht vom „impliziten Betrachter“ aus. Daraus ergibt sich ein Erkenntnisprimat der Werkanalyse vor einer Psychoanalyse des Autors. Wie verwickelt der Traumafilm den Zuschauer in die Traumadynamik, z.B. die Dynamik von Täter und Opfer? Welche Chancen bietet er, sich zu ent-wickeln und sich von traumabedingten Affekten zu befreien.? Als besonderes Merkmal von Dogville wird eine Verbindung von Personenanalyse zur Situationsanalyse gesehen. So gelingt es dem Film, die Borderline-Persönlichkeitsstörung zu (re-)kontextualisieren und ihre Innen- und Außenansicht aufeinander zu beziehen.

Schlüsselwörter
Analyse der Gegenübertragung in der Kunstpsychologie, der implizite Betrachter, Erkenntnisprimat der Werkanalyse, Psychodynamik der traumatischen Erfahrung, Rekontextualisierung der Borderline Persönlichkeitsstörung

Countertransference in a trauma-centered movie play like dogville

Summary

The authors introduce in art psychology the concept of countertransference and try to protect it from different types auf misunderstanding. The analysis of countertransference starts from the„implicit recipient“ and has to include the triangle of autor, work and recipient as a whole. There is no direct way to the author’s unconscious. Movies that focus to a greater part on a trauma-story tend to involve their spectators into the psychodynamics of trauma, e.g. the dynamic of victim and perpetrator. Do they also present to their public ways to resolve themselves from trauma dyanmic? Dogville combines in a special way the description of the female protagonist’s inner experience with an analysis of her traumatic situation. So the movie succeeds in (re-)contextualizing a borderline-personality from her inside perspective as well as from the ecologic conditions that generate the disorder.

Keywords
Analysis of countertransference in the psychology of art, the implicit recipient, the epistemological priority of work-analysis, psychodynamics of the traumatic experience, rekontextualisation of borderline personality disorder

Bernhard Wutka und Gottfried Fischer

Drehbuchentwicklung in der Cinetraumatologie
Bernhard Wutka und Gottfried Fischer

Zusammenfassung
Neuerdings wird in der Theorie des klassischen Filmdramas ein Thema fokussiert, das vordem nur eine unbedeutende Rolle spielte: die Erzählung eines Psychotraumas bzw. traumatischer Entwicklungen in der Geschichte des Protagonisten. Das Interesse an der dramaturgischen Bedeutung des Traumas konvergiert mit der Entwicklung einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin, der Psychotraumatologie. Daher soll mit diesem Beitrag ein interdisziplinärer Diskurs zwischen der Theorie des Filmdramas und der Psychotraumatologie initiiert werden, der beiden Disziplinen zugutekommt. Wie kann eine „traumastory“ im Spielfim glaubhaft und authentisch „erzählt“ werden? Welches psychotraumatologische Wissen setzt das beim Drehbuchautor, der Regie und den Schauspielern voraus? Welches filmdramaturgische Wissen können Psychotherapeuten, Psychologen und Pädagogen nutzen, um psychotraumatologische Erkenntnisse sinngemäß weiter zu geben? An ihre Klienten und Patienten, an Fachkollegen in der Ausbildung und nicht zuletzt an eine aufgeschlossene Öffentlichkeit.

Schlüsselwörter
Psychische Traumatisierung, Filmdrama, die Reise des Helden, Psychotraumatologie als neue wissenschaftliche Disziplin, interdisziplinärer Dialog,

Development of film scripts in Cinetraumatology

Summary
Only recently an issue that beforehand was not considered to be of much importance has become the focus of classical film drama theory: the narrative of a psychotrauma in the history of the protagonist. This new interest in the dramaturgic meaning of psychic traumatization is convergent to the development of psychotraumatology as a new scientific discipline. With this article we want to start a dialogue between the theory of dramatic art in feature film on the one side and psychotraumatology on the other, from which hopefully both sides will profit. How can a trauma story be told in cinema in a truthworthy and authentic way? Which basic knowledge in psychotraumatology does the scriptauthor need to have, which the regisseur or the actors? What knowledge in the dramaturgy of feature film could help psychotherapists, psychologists and pedagogists? How can they adequately render psychotraumatologic knowledge to their clients, their patients, to their colleagues, their trainees and, last but not least, to an interested audience?

Keywords
Psychic traumatization, Movie as dramatic art, the history oft he hero, psychotraumatology as a new scientific discipline, interdisciplinary dialogue

Daniel Hengst et al.

Berufliche Traumatisierung – Cinetraumatologie am Beispiel von „Bringing out the Dead – Nächte der Erinnerung“
Daniel Hengst, Bernhard Wutka und Gottfried Fischer

Zusammenfassung
Mit der ständigen Überforderung und Selbstüberforderung des Protagonisten kann Bringing out the Dead als Paradigma des hilflosen Helfers gesehen werden. Wir folgen dem Fahrer eines Rettungswagens in New York City, Frank Pierce, bei seinen nächtlichen Einsätzen, die ihn zunehmend in eine kritische Zone zwischen Kompensation und Dekompensation versetzen. Die traumatische Situation besteht für Frank in einer Häufung von Fehlschlägen bei der Rettung von Kranken, für die er sich selbst die Schuld gibt. Von den Patienten, die er nicht retten konnte, fühlt er sich verfolgt, sie erscheinen ihm als lebende Tote. Immer weiter gerät er in einen traumatischen Prozess hinein und entwickelt die Symptome eines chronifizierten psychischen Traumas. Schließlich findet Frank in einer sachlichen Neubestimmung von „Helfen“ und „Retten“ einen gewissen Ausweg aus seiner chronischen Überforderung und Traumatisierung. Der Artikel endet mit Überlegungen zu traumapräventiven Maßnahmen für Personen, die sich beruflich zur Aufgabe gemacht haben, schwer erkrankten und/oder verletzten Personen das Leben zu retten bzw. sie in Würde sterben zu lassen.

Schlüsselwörter
Hilflose Helfer, traumakompensatorisches Schema, Traumaschema, Dekompensation, lebende Tote, traumatische Situation, traumatischer Prozess, chronifizierte psychische Traumatisierung. Traumaprävention bei Helferberufen.

Psychic traumatization in medical professionals – Cinetraumatology of the feature film Bringing out the dead

Summary
By exzessive demands, partly from his patients and partly from himself, the protagonist in this feature film might be seen as the paradigm of a „helpless helper“. We follow the ambulance car driver, Frank Pierce, by his nightly rescue missions, that bring him in the long run in a critical state between compensation and decompensation. He permanently blames himself for not having saved the lives of certain patients by whom he now feels persecuted. They turn up to him as living dead. More and more he seems to be involved in a traumatic process and begins to show different symptoms of chronified psychic traumatization. In the end Frank finds the way out of his exzessive demands and traumatization by redefining what is meant to him by „helping patients“ and „saving souls“. The article ends by considering traumapreventive measures for professionals who are occupied with saving the lives of severely diseased or violated persons or with alternatively letting them die in dignity.

Keywords
helpless helpers, traumacompensatory schema, trauma schema, decompensation, living dead, traumatic situation, traumatic process, chronified psychic traumatization, preventing psychotrauma in helping professions

Rosmarie Barwinski und Bernhard Wutka

Es ist nicht schwer, andere zu demütigen“ – Folterbewältigung im Film am Beispiel „Der Tod und das Mädchen“
Rosmarie Barwinski und Bernhard Wutka

Zusammenfassung
Extremtraumatisierung wie Folter lässt wirksame Anpassungs- und Bewältigungsmechanismen nicht zu. Wie eine solche Erfahrung bewältigt und damit der Kreislauf der Gewalt unterbrochen werden kann, zeigt der Film „Der Tod und das Mädchen“ (USA 1994, Regie Roman Polanski). Der intrapsychische Traumabearbeitungsprozess der Protagonistin wird im Film durch die drei Darsteller im Handlungsdialog in Szene gesetzt: Das Nicht-Erfassen-Können des Schrecklichen findet Ausdruck im Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Opfers. Typische traumabedingte Konflikte wie die Spaltung in „nur gut“ und „nur böse“ werden interpersonell ausagiert. Dem Opfer gelingt schließlich ein zentraler Entwicklungsschritt, indem sie sich bewusst mit ihren traumatischen Erfahrungen konfrontiert, Spaltungen im Ich auflösen kann und damit die transgenerationale Weitergabe von Traumata unterbricht. Der Täter zeigt keine Reue. Sein Blick in der Schlussszene lässt die gleiche perverse Neigung deutlich werden, die er beim Geständnis seiner Taten zum Ausdruck brachte.

Schlüsselwörter
Extremtraumatisierung, Folter, Wahrnehmungsabwehr, Spaltung, transgenerationale Weitergabe von Traumata

“It is not difficult to humiliate others” – coping with torture in films based on the example of „Death and the Maiden” by Roman Polanski

Abstract
Extreme traumatisation such as torture does not allow effective adjustment and coping mechanisms. The film „Death and the Maiden” (USA 1994, directed by Roman Polanski) shows how such an experience can be overcome, thus breaking the cycle of violence. The intrapsychic process of trauma management by the female protagonist is portrayed in the film by the three actors in active dialogue: the inability to comprehend the terrible finds its expression in doubt as to the sanity of the victim. Typical conflicts caused by trauma, such as the split into „only good” and „only evil”, are acted out interpersonally. Ultimately, the victim succeeds in making a central step forwards in her development, in that she consciously confronts her traumatic experiences, and is able to resolve the schisms in her ego, thus interrupting the transgenerational transfer of traumas. The perpetrator does not show any remorse. His look in the final scene manifests the same perverse inclination he expressed when confessing his deeds.

Keywords
Extreme trauma, torture, perceptual defence, dissociation, transgenerational transfer of traumas

Brigitte Dennemarck-Jäger

Die Familie als Kriegsschauplatz – Trauma-Dramaturgie des sexuellen Missbrauchs im Film „The War Zone“
Brigitte Dennemarck-Jäger

Zusammenfassung
Nicht immer gelingt es, aus einer guten Romanvorlage einen ebenso guten Film zu machen. Noch seltener übertrifft ein Film seine literarische Vorlage. Bei der Verfilmung von The War Zone (1998), einem englischen Roman über einen Vater-Tochter-Inzest, ist das gelungen. Und das bei einem Thema, das sich der Symbolisierung entzieht und nur schwer eine angemessene Darstellungsweise findet. The War Zone thematisiert nicht nur die sexuelle Gewalt eines Vaters gegenüber seiner Tochter, sondern auch die familiäre Verstrickung des jüngeren, pubertierenden Bruders, als er die Übergriffe wahrzunehmen beginnt. Durch eine eng an die Psychodynamik des Inzests angelehnte Dramaturgie, Farbgebung, Kameraführung und Auswahl der Örtlichkeiten gelingt es dem Regisseur Tim Roth, die seelischen Räume der Protagonisten mit den Örtlichkeiten und dem Bildmaterial in Kongruenz zu bringen, was eine ganz besondere Dichte und Eindringlichkeit des Films erzeugt. Welche Stilmittel er einsetzt, um die psychotraumatischen Strukturen des Vater-Tochter-Inzests auf dem „Schlachtfeld Familie“ zu versinnbildlichen, wird hier analysiert.

Schlüsselwörter
Trauma im Film, Inzest, sexueller Missbrauch, Trauma Dramaturgie, Beziehungstrauma, The War Zone, Inzest im Film

War Zone Family – Trauma dramaturgy of sexual abuse represented in the movie „The War Zone“

Summary
Creating a successful movie based on a good novel not always is an easy task. But creating a movie that is better than its literary master copy seems to be much more uncommon. The film adaptation of "The War Zone" (1998), an English novel about an father-daughter incest, made this happen although the subject eludes symbolization and doesn't make it an easy task to find an appropriate representation. The War Zone picks out the sexual assault of a father against his daughter as well as the ensnarement of the younger teenage brother as he starts to notice those attacks. Dramaturgy depending on the psychodynamics of incest, coloring, camera work and choice of locations makes the director Tim Roth succeed in creating a coincidence of the emotions of the protagonists, the locations used in the movie and the pictures created. This makes it a dense and insistent movie. What is analyzed here are the stylistic devices that are used to offer an allegory of the psychotraumatic structures of an father-daughter incest on the war zone called family.

Keywords
Trauma in the movies, incest, sexual abuse, dramaturgy of trauma, relationship and trauma, The War Zone

Lea Hermann und Christian Pross

Erinnerung als Rekonstruktion von Wirklichkeit – gruppendynamische Prozesse in der Verarbeitung des Traumas von Haft und Zersetzung in der SED-Diktatur auf der Bühne (Teil 1)
Lea Hermann und Christian Pross

Zusammenfassung
Ein bemerkenswerter Gruppenprozess liegt dem Theaterstück Staats-Sicherheiten zugrunde, in dem 15 ehemalige Betroffene der SED-Diktatur ihre Haftgeschichte auf der Bühne spielen. Das Stück verschaffte ihnen eine große Öffentlichkeit und Anerkennung. Die Interview-basierte, qualitative Studie evaluiert die Auswirkungen der Mitarbeit am Stück bei den Darstellenden im Bezug auf den Umgang mit der traumatischen Vergangenheit. Der erste, hier vorgestellte Teil der Studie fokussiert auf die Erarbeitung des Stückes, die eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit und der Dekonstruktion von Erinnerung beinhaltete. Der hierdurch angestoßene Gruppenprozess ermöglichte das erlernen von Sozialverhalten und Kommunikation und war Grundlage für die eigene Glaubhaftigkeit und damit Wirkung auf das Publikum. Die Ehrlichkeit sich selbst, und damit auch anderen gegenüber, kann in eine Unabhängigkeit gegenüber der Gesellschaft und deren Interpretation der Geschichte resultieren und macht einen Schritt in Richtung Aussöhnung mit der Vergangenheit.

Schlüsselwörter
Hafttrauma, Auswirkungen von Dokumentartheater auf Darstellende, Traumaaufarbeitung, Erinnerung, Aussöhnung mit der Vergangenheit

Remembering as reconstruction of reality – group-dynamical processes in acting out the trauma of detention and disruption in the GDR on stage (Part 1)

Summary
Basis of the play Staats-Sicherheiten, in which 15 former victims of the SED-dictatorship act the stories of their imprisonment on stage, was a remarkable group-process. The play resulted in great public attention and recognition. The presented study examines through qualitative interviews the effects on the participants in terms of their dealing with the trauma. The first part of the study focuses on the creation of the play, which included an in-depth analysis of the affected person’s past and deconstruction of memories. The group-process, which was set in motion, enabled social behavior and communication. It laid the ground for the performers' credibility and the effect on the audience. Honesty with oneself and others helped them to preserve their independence from society and its interpretations of history as well as a step towards reconciliation.

Keywords
Trauma of imprisonment, effects of documentary theatre on participants, trauma processing, remembrance, social reconciliation

Bettina Stormanns

Die „Eröffnung des intersubjektiven Raumes“ – ein Behandlungsansatz für die Therapie bei Traumafolgestörungen
Bettina Stormanns

Zusammenfassung
Die Arbeit mit der Übertragung der Patientinnen1 ist nach wie vor ein wesentlicher Baustein in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie. Im Verlauf meiner jahrelangen Tätigkeit als ärztlicher Psychotherapeutin beschäftigte mich jedoch zunehmend auch die Frage, ob bzw. wie die Gegenübertragung der Therapeutin konstruktiv für die Behandlung genutzt werden kann. Mit der „Eröffnung des intersubjektiven Raums“ entdeckte ich einen Behandlungsansatz, der über Verbalisierung und gemeinsame Betrachtung von Übertragung und Gegenübertragung heilsame Impulse in den therapeutischen Prozess einbringt. Diese Methode erwies sich insbesondere in der Arbeit mit traumatisierten Patientinnen als sehr hilfreich. Allerdings erfordert sie eine Modifikation des klassischen Modells der therapeutischen Abstinenz hin zur Entwicklung einer therapeutischen Haltung, die auf der Basis von Wertschätzung und Respekt bewusst auch menschliche, persönliche Begegnungen auf Augenhöhe zulassen kann.

Schlüsselwörter
Übertragung, Gegenübertragung, Traumafolgestörung, intersubjektiver Raum, Eröffnung des intersubjektiven Raums

„Opening the Intersubjective Space“ – A Treatment Approach Particularly for the Therapy of Patients With Post Traumatic Stress Disorder

Summary
Working with the transference of the patient has always been an important building block of depth psychology based psychotherapy. Over many years in the course of my work as a medical psychotherapist I was increasingly interested in the question, whether, and if so, how the countertransference of the therapist could be utilised constructively for patient treatment as well. With „Opening the Intersubjective Space” I discovered a treatment approach that introduces salutary impulses into the therapeutic process by verbalization and joint analysis of transference and countertransference. This method has proven particularly successful in treating patients with post traumatic stress disorder. However, this approach requires a modification of the classical model of therapeutic abstinence towards a therapeutic attitude of appreciation and respect, deliberately permitting human and personal encounters at eye level.

Keywords
Transference, countertransference, post traumatic stress disorder, intersubjective space, „Opening the Intersubjective Space”

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