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Heft 4-2021

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Themenschwerpunkt
Traumaarbeit weltweit
(Hrsg. Celina Rodriguez Drescher)

Kulturelle Vorstellungen und Traumabewältigung – Betrachtungen aus indischer Sicht
Abstract
Sankarasubramanyan Ramamoorthy

Katastrophale Einsamkeit: Die Dynamik der sekundären Traumatisierung im Kontext weltweiter Traumaarbeit
Abstract
Anna Krimmer, Pia Andreatta

Trauma und Empathie in der Supervision in Guatemala
Abstract
Elisabeth Rohr

Who cares for the carers? Vulnerabilität, Care und Widerstand in der Polypandemie
Abstract
Julia Manek, Usche Merk

Danach ist für immer – Zur unaufhörlichen Trauerarbeit von Angehörigen der „Verschwundenen“ in Argentinien
Abstract
Cristian Alvarado Leyton

Eine Nation und eine Organisation in der Krise: Norwegen nach dem Terroranschlag vom 22. Juli 2011
Abstract
Renate Grønvold Bugge

Australiens „Chosen Trauma“ und die Folgen für die Asylpolitik des Landes
Abstract
Jenny Smith

Abandoned Bodies, Lost Gods: A Bioenergy Economy-based Trauma Therapy in Iran – a Case Study
Abstract
Farzad Goli


Sankarasubramanyan Ramamoorthy

Kulturelle Vorstellungen und Traumabewältigung – Betrachtungen aus indischer Sicht
Sankarasubramanyan Ramamoorthy

Zusammenfassung
Eine biologische und krankheitsorientierte Sichtweise neigt dazu, die Art und Weise, wie Menschen und Gemeinschaften auf ein Trauma reagieren, zu verallgemeinern. Der Anspruch an die Interventionen ist, dass sie weltweit „funktionieren". Allerdings sind auch Kultur und Glaubenssysteme ausschlaggebend für die Widerstandsfähigkeit gegenüber Traumata; es gibt nicht den einen universellen Weg. In diesem Beitrag biete ich eine qualitative Perspektive an und stelle einige Hypothesen darüber auf, wie die Menschen in Indien auf der Grundlage ihrer Kultur und ihrer Glaubenssysteme auf das psychologische Trauma der Covid-19-Pandemie reagierten (und immer noch reagieren).

Schlüsselwörter
Kollektive Traumata, Covid, indische Kultur, Kontrollüberzeugung, Yoga-Therapie

Cultural Concepts and Coping with Trauma – Observations from the Indian Perspective

Summary
A biological and disease-oriented perspective tends to universalize the way people and communities respond to trauma and therefore creates interventions that will work globally. However, culture and belief systems are also determinants of resilience to trauma and there is no one universal way. This paper provides a qualitative perspective and offers some hypothesis on how people in India responded (and still do) to the psychological trauma arising from the Covid-19 pandemic based on their culture and belief systems.

Keywords
collective trauma, Covid, Indian culture, locus of control, Yoga Therapy

Anna Krimmer, Pia Andreatta

Katastrophale Einsamkeit: Die Dynamik der sekundären Traumatisierung im Kontext weltweiter Traumaarbeit
Anna Krimmer, Pia Andreatta

Zusammenfassung
Weltweite Traumaarbeit im Kontext von Krieg stellt eine große Herausforderung und Belastung für die Professionellen dar. Sie laufen Gefahr, infolge ihrer Arbeit sekundär traumatisiert zu werden. Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit Besonderheiten sekundärer Traumatisierung infolge der therapeutischen Arbeit mit Folterüberlebenden und Kriegstraumatisierten. Dazu wird zunächst näher auf Extremtraumatisierung und Folter Bezug genommen und theoretische Ansätze zur Konzeption der Sekundären Traumatisierung vorgestellt. Anschließend wird anhand einer ausgewählten Einzelfallanalyse die besondere Dynamik von Folter aufgezeigt und deren Bedeutung für die Therapeuten herausgearbeitet.

Schlüsselwörter

Sekundäre Traumatisierung, Extremtraumatisierung, Folter, Krieg, Symbolisierung

Catastrophic Loneliness: The Dynamics of Secondary Traumatization in the Context of Worldwide Work with Trauma Victims

Summary

Worldwide traumawork in the context of war is a great challenge and burden for professionals. They run the risk of becoming secondarily traumatised as a result of their work. This article deals with the specifics of secondary traumatisation as a result of therapeutic work with torture survivors and war traumatised persons. To this end, it first explains what is meant by extreme traumatisation and torture and refers to theoretical approaches to the concept of secondary traumatisation. Then, using a selected individual case analysis, the special dynamics of torture are shown and the significance of this for therapists is elaborated.

Keywords

secondary traumatisation, extreme traumatisation, ­torture, war, symbolisation






Elisabeth Rohr

Trauma und Empathie in der Supervision in Guatemala
Elisabeth Rohr

Zusammenfassung
Dieser Artikel beschäftigt sich theoretisch und anhand eines Fallbeispiels mit den Schwierigkeiten wie auch mit den Möglichkeiten, ein Trauma supervisorisch zu verstehen und zu bearbeiten, und zwar in einem fremdkulturellen Kontext, hier in Guatemala. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie sich Empathie in affektives Verstehen transformieren lässt, um auf diese Weise eine Annäherung an das zugrundeliegende Trauma zu ermöglichen und den damit verbundenen Konflikt supervisorisch zu bearbeiten.

Schlüsselwörter
Trauma, Empathie, Gruppensupervision, Guatemala

Trauma and Empathy in Supervision in Guatemala


Summary
This paper discusses on a theoretical level and with the help of a case study difficulties as well as possibilities of how to understand and how to deal with trauma in supervision, in a culturally foreign context like Guatemala. The important question hereby is how is it possible to transform empathy into affective understanding in order to allow a close up view of the underlying trauma and to deal with affiliated conflicts in supervision.

Keywords
trauma, empathy, group supervision, Guatemala

Julia Manek, Usche Merk

Who cares for the carers? Vulnerabilität, Care und Widerstand in der Polypandemie
Julia Manek, Usche Merk

Zusammenfassung

Die Polypandemie verschärfte die ungleich verteilte Produktion von Vulnerabilität. Anstelle von Resilienz­programmen werden verschiedene Formen von Care zum Kitt, der Gesellschaften vor dem Auseinanderbrechen bewahren soll. Als kritische Hilfs- und Menschenrechtsorganisation gilt es, Formen von Care Arbeit für Partnerorganisationen in Ländern des Globalen Südens zu leisten, die es ermöglicht, trotz multipler Belastungen auch für würdige Lebens- und Arbeitsbedingungen streiten zu können – und relationaler Teil der Welt zu sein.

Schlüsselwörter

Fürsorge, Vulnerabilität, Widerstand, Polypandemie, Trauma weltweit

Who Cares for the Carers? Vulnerability, Care and Resistance in the Polypandemic

Summary
The polypandemic exacerbated the unevenly distributed production of vulnerability. Instead of resilience programmes, various forms of care are becoming the cement to keep societies from falling apart. As a critical aid and human rights organisation, it is important to carry out forms of care work for our partner organisations in countries of the Global South that make it possible to fight for dignified living and working conditions despite multiple burdens – and to be a relational part of the world.

Keywordscare, vulnerability, resistance, polypandemic, trauma worldwide


Cristian Alvarado Leyton

Danach ist für immer – Zur unaufhörlichen Trauerarbeit von Angehörigen der „Verschwundenen“ in Argentinien
Cristian Alvarado Leyton

Zusammenfassung
In diesem Beitrag spreche ich über das Leben einer Angehörigen von „Verschwundenen“ in Argentinien. Früh wurde sie politisch aktiv bei den Großmüttern der Plaza de Mayo und versuchte zugleich, ein „normales“ Familienleben fortzuführen. Endlose Trauerarbeit – für sich, in Therapie, öffentlich – und politischer Aktivismus verleihen ihrem Leben einen brüchigen Eigensinn, der der radikalen Beschädigung von Menschen als sozialen Wesen durch das politische Verschwindenlassen entgegenwirkt.

Schlüsselwörter
Postdiktatoriale Gesellschaften, Argentinien, Verschwundene, Trauerarbeit, sozialer Aktivismus

Afterwards is Forever – On the Indefinite Grieving Process of Relatives of the Disappeared” in Argentina

Summary
In a case study of a Grandmother of the Plaza de Mayo I will try to show the range of the damage state terror causes. Searching for her „disappeared” kin, she became politically active early on, while trying to uphold a „normal” family life. Both her grieving and her political activism institute a fragile Eigensinn which counters the radical damaging of human beings due to the political violence of disappearing people.

Keywords
postdictatorial societies, Argentina, the disappeared, grieving process, social activism

Renate Grønvold Bugge

Eine Nation und eine Organisation in der Krise: Norwegen nach dem Terroranschlag vom 22. Juli 2011
Renate Grønvold Bugge

Zusammenfassung
Der Artikel beschreibt die akute Situation nach dem Terroranschlag, insbesondere die Arbeit mit dem Management der betroffenen politischen Organisation, der Arbeiterpartei, und wie das Land in den ersten Wochen erschüttert war. Die Arbeiterpartei war zu diesem Zeitpunkt an der Regierung und hatte das Mandat, sich um die Bevölkerung zu kümmern. Ferner trug sie als Arbeitgeberin die Verantwortung für ihre Angestellten, die unmittelbar oder im weiteren Sinne von dem Attentat betroffen waren. In dem Artikel wird auch darüber nachgedacht, wie die Gesellschaft später mit diesem traumatischen Erlebnis umging. Wie ist die Situation heute, zehn Jahre später?

Schlüsselwörter
Rollensymbole, Krisenmanagement, Psychologische Erste Hilfe, Containment, Information

A Nation and an Organization in Crisis: Norway after the Terrorist Attack of July 22, 2011

Summary

This article describes how to work with an organization in crisis. The Labor Party in Norway was the target of the terror attack in 2011. At that time the Labor Party was in government, and had a mandate to take responsibility for the whole nation. Furthermore, they had to care for their own employees and members, and also to support and communicate with all the people who had survived the attack. I will then reflect on how the nation has handled the trauma and developed after the terror attack. What is the situation ten years afterwards, now in 2021?

Keywords
role symbols, crisis management, psychological first aid, containment, information

Jenny Smith

Australiens „Chosen Trauma“ und die Folgen für die Asylpolitik des Landes
Jenny Smith

Zusammenfassung
In diesem Beitrag werde ich aus einer psychodynamischen Perspektive Australiens Asylpolitik beleuchten – insbesondere die Behandlung derjenigen, die versuchen, mit dem Boot nach Australien zu gelangen. Ich stelle die These auf, dass das Versagen der Australier, die sozialen Probleme zu lösen, die auf den Kolonialisierungsprozess zurückzuführen sind, in der australischen Großgruppenidentität zu einer/m verflochtenen chosen glory/trauma geführt hat. Es wird aufgezeigt, wie das verdrängte Trauma der Kolonialisierung dazu beitragen kann, die forwährende Popularität der moralisch problematischen Politik Australiens in Bezug auf Asylsuchende zu erklären.

Schlüsselwörter
Asylsuchende, Boat People, Chosen Trauma, Psychodynamik

Australia's "Chosen Trauma" and its Consequences for the Country's Asylum Policy


Summary
This paper uses a psychodynamic lens to examine Australia’s asylum seeker policies – in particular the treatment of those who attempt to reach Australia by boat. The paper contends that the failure of Australians to adaptively solve the social problems arising from the process of colonisation has created an intertwined chosen glory/trauma which has enmeshed itself in the unconscious large group identity of Australians. The paper shows how the repressed trauma of colonisation helps to explain the continued popularity of the morally problematic policies and practices of the Australian government in relation to asylum seekers.

Keywords
asylum seekers, boat people, chosen trauma, psychodynamics

Farzad Goli

Abandoned Bodies, Lost Gods: A Bioenergy Economy-based Trauma Therapy in Iran – a Case Study
Farzad Goli

Zusammenfassung
Bioenergy Economy (BEE) ist ein neues kontext- und evidenzbasiertes Therapiemodell, das die Entwicklung von Körperbewusstsein unterstützt. Veränderungsziele in der BEE-basierten Traumatherapie fokussieren Körperwahrnehmung, Narrative, interpersonelle Beziehungen und bewusstes Handeln, um erstarrte bedeutungsgenerierende (vorsprachliche und symbolische) kognitive Strukturen der TraumapatientInnen schrittweise zu dekonstruieren. Die Studie widmet sich der BEE-basierten Traumatherapie einer jungen Frau in einer existenziellen und religiösen Notlage, deren posttraumatische Belastungsstörung als Folge von häuslicher Gewalt erfolgreich therapiert werden konnte.

Schlüsselwörter

Bioenergy Economy, Biosemiotik, Köperbewusstsein, Lebenskrise, Kulturpsychologie

Fallstudie einer Traumaarbeit im Iran ­mittels der Bioenergy Economy (BEE)Therapiemethode

Summary
The Bioenergy Economy (BEE) is a contextual and evidence-based model of care that is focused on the development of bodily awareness. In the course of BEE-based trauma therapy, by changing the contexts of embodied sensation, narrative, relationship, and intentionality, the fixed meaning-making systems (prelinguistic and linguistic) around the trauma were gradually deconstructed. In this essay, we follow the story of a young woman in the course of BEE-based trauma therapy. She had come in for her existential and religious crisis but was guided to recovery from the post-traumatic stress of a domestic assault.

Keywords
Bioenergy Economy, biosemiotics, bodily awareness, existential crisis, cultural psychology

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