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Heft 2-2016

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Themenschwerpunkt
Störungen und Aktivierungen der kindlichen Entwicklung
(Hrsg. Kurt Mosetter und Reiner Mosetter)

Die Entwicklung des kindlichen Gehirns untersteht dem Dreiklang aus Aktivität, Dynamik und Kompensation
Abstract
Gertraud Teuchert-Noodt

Frühe Organisationsformen des Leib-Seelischen: die Beziehung zwischen Organismus und Umwelt als Einheit des Überlebens und das Konzept eines „leiblich Unbewussten“
Abstract
Manfred Sauer, Sabine Emmerich


Traumatisierungen in der EEG-spectral­analytischen Diagnostik
Abstract
Günter Haffelder

Beziehungsgestaltung und Kommunikation mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen
Abstract
Maria Teresa Diez Grieser

Ankommen in der Gegenwart durch achtsame Körperwahrnehmung: Methodische Überlegungen für die Begleitung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen
Abstract
Thea Rytz, Silvia Wiesmann

„Ich bin – ich spüre mich, ich bewege mich, ich handele …". Kindliche Entwicklung in der prä- und perinatalen Entwicklung
Abstract
Natascha Unfried, Monika Dreiner


Möglichkeiten der Myoreflextherapie bei autistischen Störungen
Abstract
Kurt Mosetter, Reiner Mosetter

Rituelle Gewalt – ein blinder Fleck? Bewusstsein über Gewalt an Kindern und Jugendlichen bei Fachkräften im Sozial- und Gesundheitswesen
Abstract
Marta M. Ustupska, Malte Stopsack, Ariane Preibsch, Sven Barnow

Gertraud Teuchert-Noodt

Die Entwicklung des kindlichen Gehirns untersteht dem Dreiklang aus Aktivität, Dynamik und Kompensation
Gertraud Teuchert-Noodt

Zusammenfassung
Unter Einbeziehung eines eigenen Tiermodells zur Psychoseforschung wird referiert, dass die Neuroplastizität von Nervennetzen und Transmittern frühkindlich in motorischen, limbischen und präfrontalen Regionen jeweils unterschiedliche Formen annimmt. Infolge extremer Störfaktoren (induziertes Trauma) reift Dopamin exzessiv in limbische und suppressiv in präfrontale Regionen ein. Derart destabile Bedingungen werden im hippocampalen Dentatus durch disfunktionale Neuro- und Synaptogenese und im Stirnhirn durch Fehlanpassungen von GABA und Glutamat kompensiert, was eine Diskonnektion des großen limbo-präfrontalen Schaltkreises auslöst (Psychose). Die lebenslange Plastitzität des limbischen Systems bietet sich idealerweise auch im Erwachsenenalter für die Stress- und Traumatherapie an

Schlüsselwörter
Aktivität, Neuroplastizität, Fehlanpassungen, limbo-präfrontaler Schaltkreis, Psychose

The triad of activity, dynamic and compensation is fundamental to brain maturation in childhood

Summary
Including our own studies on an animal model of psychosis in development, an overview is given of varying plastic capacities in maturing motoric, limbic and prefrontal regions with maladaptive potentials following to excessive demand. Acts of early intervening affirm an activity dependent dysfunktional reorganization in the prefrontal cortex – involving GABA and glutamate – and in hippocampal circuits, and reveal the dopamine position as being critical for the disruption of interactions between the areas concerned. The unique hippocampal plasticity remains highly attractive for diverse therapies concerning stress symptoms and psychosis also in adulthood

Keywords
activity, neuroplasticity, maladaptive maturation, limbic macrocircuit, psychosis

Manfred Sauer, Sabine Emmerich

Frühe Organisationsformen des Leib-Seelischen: die Beziehung zwischen Organismus und Umwelt als Einheit des Überlebens und das Konzept eines "leiblich Unbewussten"
Manfred Sauer, Sabine Emmerich

Zusammenfassung
Die Gründungsgeschichte unserer leib-seelischen Existenz beginnt mit einem Beziehungsakt und setzt sich fort in der Aufrechterhaltung der Kontinuität einer fortlaufenden Beziehung zwischen Organismus und Umwelt. Für die Gestaltung dieser Beziehung hat die pränatale Entwicklung Modellcharakter. Hierzu werden die Erkenntnisse der funktionellen Embryologie und die Beobachtung des fetalen Verhaltens in einem Konzept des „leiblich Unbewussten“ zusammen geführt, das nach der Geburt die Grundlage für die Gestaltung der individuellen Subjekt-Objekt-Beziehung ist.

Schlüsselwörter
Leib-seelische Existenz, Organismus-Umwelt-Beziehung, pränatale Entwicklung, leiblich Unbewusstes

Early organizational structure of body and soul relationship beetwen organism and environment as an integrated whole and a draft of bodily unconscious

Summary
The origin of our body-soul existence starts with an act of communication and proceeds by keeping up a continuous relationship (communication) between the organism and the environment as an entity of survival. The pattern of the prenatal relation functions as a role model for the further shaping of the relationship. The findings of the functional embryology and the observation of the fetal behavior are combined with the concept of the bodily unconscious.

Keywords
Body-soul existence, the relation organism and environment, prenatal development, bodily unconscious.

Günter Haffelder

Traumatisierungen in der EEG-spectral­analytischen Diagnostik
Günter Haffelder

Zusammenfassung
Traumatisierungen hinterlassen tiefgreifende Spuren im Gehirn, verändern den Menschen in seiner emotionalen Befindlichkeit und prägen Verhaltensweisen als Kompensationsstrategien und Schutzmechanismen. Durch ein EEG-spectralanalytisches Messverfahren in Kombination mit speziellen akustisch evozierten Potentialen können die EEG Korrelate für Traumatisierungen, Geburtstraumata, Nahtoderfahrungen und existentielle Angstzustände gemessen werden. Durch eine individuell erstellte neuroaktive Musik können dem Gehirn Impulse zur plastischen Reorganisation und somit zur Bearbeitung der Traumata angeboten werden. Spezielle Techniken der Faszienarbeit unterstützen diesen Prozess auf der körperlichen Ebene.

Schlüsselwörter
EEG-spectralanalytische Messungen, neuroaktive Musik, Initiierung von plastischen Reorganisationsprozessen, EEG-Korrelate für Traumata, Geburtstraumatisierungen und Nahtoderlebnisse, Bedeutung der Faszien

EEG-spectral analytical measurement of trauma

Summary
Traumatic experiences cause deep traces in the brain, they change the emotional condition of afflicted patients, and influence behavior through compensation strategies and protection mechanisms. Through the use of EEG-spectral analytical measuring methods in combination with specifically evoked audio potentials we are able to measure the EEG correlates of trauma, birth trauma, near-death experiences, and existential anxiety. Through individually manufactured neuroactive music the brain is offered stimuli for plastic reorganization, which enables it to process the trauma in question. Special fascial techniques support this process at the body level.

Keywords
EEG-spectral analytical measurement, neuroactive music, initiation of plastic reorganization processes, EEG correlates of trauma, birth trauma, near-death experiences, significance of fascia

Maria Teresa Diez Grieser

Beziehungsgestaltung und Kommunikation mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen
Maria Teresa Diez Grieser

Zusammenfassung
Der vorliegende Artikel stellt einige Aspekte in der Kommunikation und Beziehungsgestaltung mit trauma­tisierten Kindern und Jugendlichen zur Diskussion. Dabei werden einerseits Überlegungen zum Aufbau einer sicheren, haltenden Beziehung vorgestellt. Andererseits wird auf die Entwicklung von Internalisierungen und der Mentalisierungsfähigkeit auf der Basis neuer Beziehungserfahrungen, welche die Angst und Spannung vermindern helfen, eingegangen. Die theoretischen Betrachtungen werden mit fünf kurzen Fall­vignetten illustriert.

Schlüsselwörter
Beziehung, traumatisierte Kinder und Jugendliche, Resilienz, Holding, Mentalisierung

Relating to and communicating with traumatized children and adolescents

Summary
The article discusses some aspects of the way of communicating and relating to traumatized children and adolescents. In the course of this on one hand some considerations related to the construction of a safe, holding relationship are presented. On the other hand processes of internalization and mentalization, which can only develop by making the experience that new relationships reduce fear and tension are pointed out. The theoretical considerations are illustrated with five short casuistic examples.

Keywords
relationship, traumatized children and adolescents, resilience, holdin, mentalization

Thea Rytz, Silvia Wiesmann

Ankommen in der Gegenwart durch achtsame Körperwahrnehmung: Methodische Überlegungen für die Begleitung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen
Thea Rytz, Silvia Wiesmann

Zusammenfassung
Achtsame Körperwahrnehmungstherapie eröffnet durch die Schulung wertfreier Aufmerksamkeit von Empfindungen, Gefühlen und Gedanken mehr innere Flexibilität. Das akzeptierende Hinwenden zum eigenen körperlichen Erleben fördert die Fähigkeit, die unmittelbare Gegenwart über sensorische, kinästhetische, intero- und propriozeptive Wahrnehmung zu erfahren. Es ist wichtig, dass die Therapeutin dabei keine versteckten Absichten und Erwartungen hat. Sie bringt durch ihre authentische, wohlwollende Präsenz Vertrauen und Zuversicht in die heilende Kraft von Achtsamkeit in die therapeutische Beziehung

Schlüsselwörter
Achtsamkeit, wohlwollende Präsenz, therapeutische Beziehung, intero- und propriozeptive Wahrnehmung

Arriving in the present moment with mindful body awareness: Reflections on metho­dology in supporting people with traumatic experiences

Summary
In regards to one’s sensations, emotions and thoughts, non-judgemental awareness, as it is practiced in mindful body awareness therapy, offers traumatized clients more inner exibility.To attend to one’s own sensory, kinesthetic, intero- and prorioceptive perception with acceptance furthers the ability to experience and relate to the present moment. It is crucial that the therapist doesn’t have any hidden agenda, goals or expectations, but that rooted in her own practice of mindfulness, she embodies and brings confidence in the healing power of awareness and mindfulness to the therapeutic relationship.

Keywords
Awareness, mindfulness, therapeutic relationship, intero- and proprioceptive perception

Natascha Unfried, Monika Dreiner

„Ich bin – ich spüre mich, ich bewege mich, ich handele …". Kindliche Entwicklung in der prä- und perinatalen Entwicklung
Natascha Unfried, Monika Dreiner

Zusammenfassung
Aus der Perspektive des Kindes betrachtet muss der Zugang zum Erleben und Bewältigen von traumatisierenden Erfahrungen den jeweils aktuellen Entwicklungsstand berücksichtigen. Der aktuelle Forschungsstand zeigt, dass bereits intrauterine Erfahrungen des ungeborenen Kindes die gesamte Entwicklung aktiv mitgestalten. Diese bis auf Zellebene nachvollziehbaren Gestaltungsprozesse prägen als Eindrucksqualitäten auch die nachgeburtliche Entwicklung. Der sich entwickelnde Organismus wird nicht passiv gemacht bzw. geformt, sondern gestaltet sich durch Eigenaktivität in Beziehung zu seiner jeweiligen Umgebung: sich spüren, sich bewegen, handeln. Dieser Entwicklungsprozess als Bewältigung von Interaktionen kann durch die Umgebung gefördert oder gehemmt werden.

Schlüsselwörter
Epigenetische Landschaft, Epigenetik, frühe Traumatisierung, Eigenaktivität, frühe Entwicklung

„I am – I feel, I move, I act ...“ Child Development in pre- and perinatal development

Summary
From the perspective of the child, access to the experience of and coping with traumatic experiences must take into account the current state of development. The current state of research shows that even intrauterine experiences of the unborn child actively shape its overall development. These formation processes, traceable down to the cell level, also characterize the postnatal development as implicit impressions. The developing organism is not passively made/shaped, but formed by its own activity in relation to its respective environment: feeling, moving, acting. This development process as coping with inter-actions can be promoted or inhibited by the environment.

Keywords
epigenetic landscape, epigenetics, early trauma, self-activity, early development

Kurt Mosetter, Reiner Mosetter

Möglichkeiten der Myoreflextherapie bei autistischen Störungen
Kurt Mosetter, Reiner Mosetter

Zusammenfassung
Im Gegensatz zu „normalen“ seelischen Verletzungen sind psycho-traumatische Verletzungen so allumfassend, dass sie das Selbst- und Weltverständnis der Betroffenen grundsätzlich erschüttern. Auch „Autismus ist nichts, was jemand hat, oder eine Schale, in die er eingesperrt ist. Hinter dem Autismus verbirgt sich kein normales Kind. Autismus ist eine Seinsart. Er ist allumfassend. Er färbt jede Erfahrung, jede Empfindung, jede Wahrnehmung, jeden Gedanken, jedes Gefühl und jede Begegnung.“ (Jim Sinclair). Das weite Spektrum der Autismus-Symptomatologien erfordert transdisziplinär angelegte Theoriekonzepte. Im Beitrag wird ein wesentliches autistisches Moment diskutiert: die misslingende Zwischenleiblichkeit.

Schlüsselwörter
Interozeption, Myoreflextherapie, Psychomotorik, Zonulin, Zwischenleiblichkeit

Ways of myoreflextherapy for autistic spectrum disorders

Summary
In contrast to “common” emotional injuries, psycho-traumatic injuries feature an all-encompassing assault that rattles the self and the world of the afflicted patient to the core. Autism, as well, is not a “disease a person is suffering from, or some imaginative shell a person is stuck in. There is no normal child hiding behind autism; autism is a state of being. It is all-encompassing. It colors every experience, every sensation, every perception, every thought, every emotion, and every encounter – in short, every aspect of existence" (Jim Sinclair). The wide spectrum of autism symptomatology requires transdisciplinary theory concepts. This article will discuss an essential autistic moment: the failing intercorporeality.

Keywords
Interoception, Myoreflex Therapy, psychomotor skills, zonulin, intercorporeality

Marta M. Ustupska et al.

Rituelle Gewalt – ein blinder Fleck? Bewusstsein über Gewalt an Kindern und Jugendlichen bei Fachkräften im Sozial- und Gesundheitswesen
Marta M. Ustupska, Malte Stopsack, Ariane Preibsch, Sven Barnow

Zusammenfassung
Rituelle/organisierte Gewalt (RG) ist die (pseudo-)ideologisch motivierte, systematische, körperliche, psychische und sexuelle Ausbeutung in destruktiven Gruppierungen, die häufig von Geburt an stattfindet. Obwohl RG ein globales und komplexes Problem darstellt, ist diese Gewaltart in der Gesellschaft kaum bekannt. Ziel dieser Studie war die Untersuchung, inwiefern Fachkräfte mit Kontakt zu Kindern und Jugendlichen RG-Erfahrungen bei Kindern/Jugendlichen erkennen können. Dazu wurde untersucht, inwiefern sich das Gewaltbewusstsein der Fachkräfte für unterschiedliche Gewaltarten und in Abhängigkeit ihres Tätigkeitsfeldes unterscheidet und ob von beruflichen und persönlichen Faktoren auf das allgemeine Gewaltbewusstsein und das RG-Bewusstsein geschlossen werden kann.

Schlüsselwörter
Rituelle Gewalt, Gewaltbewusstsein, Emotionsregulation, Soziale- und Gesundheitsberufe, Kinder und Jugendliche

Ritual violence – a blind spot? Professionals awareness of violence towards children and young people in social- and healthcare

Summary
Ritual/organized violence (RV) is defined as (pseudo-)ideological motivated, systematic, physical, psychological and sexual exploitation within destructive groups. In most cases it is exerted from date of birth on. Although, RV is one of the severest and most complex problems worldwide, this kind of violence is rather unknown in society. The aim of this study was to investigate, to what extent social- and healthcare professionals, who work with children and adolescents on a regular basis, are able to detect those who suffer from RV. For this purpose, differences between professionals’ violence awareness, dependent on different kinds of violence as well as their field of profession, was examined. Furthermore, it was investigated in how far general violence awareness, especially RV awareness, can be predicted by professional and personal factors.

Keywords
ritual violence, awareness of violence, emotion-regulation, social- and healthcare professions, children and young people

Rezension

„Heft 2-2016 mit dem Schwerpunkt: Störungen und Aktivierungen der kindlichen Entwicklung enthält 8 interessante Artikel und ist von K. und R. Mosetter herausgegeben. Die Artikel sind durchweg gut lesbar, umfassen eine breite Spanne an Themen. Diese enthalten meist Vignetten, die anschaulicher machen, was die Theorien und Beschreibungen aussagen wollen. Die Richtung der Artikel ist gemischt, ich finde psychoanalytische, entwicklungspsychologische, neurobiologische, körpernahe Ansätze.”
(Therapyplay )

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