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HEFT 1-2016
 
 

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Themenschwerpunkt
Traumatisierte Flüchtlinge
Diagnostik und Therapie (Hrsg. Monika Reif-Huelser)

Kinder, die fliehen mussten – in Schulen, Kindergärten und Kindertageseinrichtungen
Abstract
Hanne Shah

Traumatische Prozesse bei Flüchtlingskindern – eine Sensibilisierung
Abstract
Elisabeth Schloffer

Krieg, Terror, Flucht – die seelische Belastung der Kinder
Abstract
Hubertus Adam

Psychotherapie mit Migranten: Diagnostische Hilfsmittel für die verschiedenen Phasen ihres Migrationsprozesses
Abstract
Beatrix Weber Bertschi, Graciela Greco-Piraino

Migrationsprozess und Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
Abstract
Beatrix Weber Bertschi

Ein solidarischer, stress- und trauma­sensibler Ansatz zur multisektoriellen Unterstützung von Gewaltüberlebenden
Abstract
Karin Griese, Alena Mehlau

Der Preis des Helfens: Folgen humanitärer Hilfe im Krieg und auf der Flucht für die HelferInnen
Abstract
Sabrina Hartl, Pia Andreatta

Wie Kinder Krieg erfahren: Angst, Gehorsam, Flucht
Abstract
Monika Reif-Huelser




 

Hanne Shah

Kinder, die fliehen mussten – in Schulen, Kindergärten und Kindertageseinrichtungen
Hanne Shah

Zusammenfassung
Hundertausende Flüchtlinge sind aus allen Teilen der Welt nach Deutschland geflohen, darunter viele Kinder und Jugendliche, die inzwischen Schulen und Kindergärten besuchen. Viele Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter sind unsicher, wie sie diesen Kindern begegnen sollen. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen, insbesondere wenn die Kinder möglicherweise traumatisiert sind. Aufklärung und Information über Trauer und Traumareaktionen sowie die kulturellen Hintergründe, aus denen die Flüchtlinge kommen, helfen Berührungsängste abzubauen. Dadurch lassen sich Missverständnisse vermeiden, und es verhilft Lehrern und Erziehern zu einer gewissen Handlungssicherheit.

Schlüsselwörter
Flüchtlingskinder, Sprachlosigkeit, Traumareaktionen, Stress, Integration

Refugee children in schools, nurseries and day-care centres

Summary
Hundreds of thousands of refugees have flown to and are seeking asylum in Germany, including children and young people, some of whom are already in schools and nurseries. Many teachers and social workers are unsure as to how they should face these children. They are afraid to make mistakes, especially with regards to traumatized children. This fear of contact can be minimised with training and information about grief and trauma reactions, as well as about the relevant cultural backgrounds the refugees have. Thus misunderstandings can be avoided and the teachers and social workers become more confident in their activities.

Keywords
refugee children, speechlessness, trauma reactions, stress, integration.




Elisabeth Schloffer

Traumatische Prozesse bei Flüchtlingskindern – eine Sensibilisierung
Elisabeth Schloffer

Zusammenfassung
Bei Flüchtlingskindern kann man davon ausgehen, dass sie direkt oder indirekt potentiell traumatische Situationen erlebt haben. Kinder weisen in ihrer Vulnerabilität, in ihrem seelischen Ausdruck, aber auch in ihren persönlichen Ressourcen einige Besonderheiten auf. Durch die familiäre Atmosphäre können die Kinder zusätzlich sekundär traumatisiert werden und im Sinne der transgenerationalen Weitergabe die Gewaltspirale aufrechterhalten – oder aber sie durchbrechen den Kreislauf. Hierfür ist jedoch Hilfe von außen und eine verständnisvolle Haltung des Umfeldes nötig. Für diese Haltung soll die folgende Zusammenfassung sensibilisieren.

Schlüsselwörter
Traumatisierung, Flüchtlingskinder, Entwicklungsphasen, transgenerationale Weitergabe

Traumatic process at refugee children – a sensitisation

Summary
You can expect that children which actually escape experienced direct or indirect potential traumatic situations. Children are special in this related to their vulnerability, their mental expression, but also their personal resources. Additional the children can be traumatized by the familiar atmosphere and the transgenerational spiral of violence sustains. Alternative they break through this circuit. But therefore they need external help and an understanding attitude from their environment. The following article should sensibilise for this attitude.

Keywords
traumatisation, refugee children, development states, transgenerational spiral of violence




Hubertus Adam

Krieg, Terror, Flucht – die seelische Belastung der Kinder
Hubertus Adam

Zusammenfassung
Der Beitrag richtet sich vor allem auf die Frage, welche Entwicklungsstörungen nach den Belastungen bei Flüchtlingskindern durch nicht verbalisierbare Ängste eintreten können. Das dialektische Verhältnis zwischen innerer und äußerer Welt, zwischen Anforderungen und individuellen Handlungsmöglichkeiten, spielt dabei eine entscheidende Rolle. In diesem Zusammenhang wird der Begriff des Coping erneut relevant. Zunächst wurde er als erfolgreiche Bemühung verstanden, in deren Prozess bei erhöhtem Stress eine Symptomreduzierung zu verzeichnen sei. Neue Untersuchungen weisen jedoch in eine andere Richtung.

Schlüsselwörter
Flüchtlingskinder, Flüchtlingsjugendliche, Flüchtlingsfamilien, Trauma, Coping


Children, war and persecution – psychological strain of the minors

Summary
Central to the essay is the question what kind of developmental disorder may occur because of the lacking psychic strength to verbalize anxiety and strain in the experiential scope of refugee children. The dialectical relationship between inner and outer world, between demand and individual options to react, are of crucial importance for coping with the inner and outer conditions of action. It is in this context that the term “coping” gains new importance as it connotes that the reference is not to a successful coming to terms with a stressful situation. On the contrary – the semantics of coping much rather implies that the situation is still hurtfully “unsolved”.

Keywords
refugee children, refugee minors, migration, trauma, coping




Beatrix Weber Bertschi, Graciela Greco-Piraino

Psychotherapie mit Migranten: Diagnostische Hilfsmittel für die verschiedenen Phasen ihres Migrationsprozesses
Beatrix Weber Bertschi, Graciela Greco-Piraino

Zusammenfassung
Aktuell und in Zukunft wird eine grosse Zahl von Migranten/ Flüchtlingen nach Europa kommen. Wir werden spezielle Hilfsmittel in der Psychotherapie benötigen, um die migrierten Patienten behandeln zu können. Hier werden die sechs Phasen der Migration vorgestellt, von der Phase vor der Migration im Ursprungsland bis zur Akkulturation im Zielland. Es sind wichtige Etappen für die Identitätsentwicklung. Daher soll der Migrationsprozess in der Psychotherapie von Migrierten als Erweiterung der Fragen zum Lebenslauf miteinbezogen werden.

Schlüsselwörter
Fünfsprachiger Migrationsfragebogen, psychologische Checkliste für Migrationsphasen, Probleme und Chancen der Migration und Akkulturation.


Psychotherapy with migrants: diagnostic tools for the different phases of their migration process

Summary
Actually and in the future there will be a huge amount of migrants/ fugitives entering Europe. We will need special tools in psychotherapy to help the migrated patients. Here we will show the six phases of migration (from the phase before migration in the country of origin to the phase of acculturation in the new country). These are important phases for the development of identity also. Therefore the process of migration has to be included in psychotherapy also, as an extension of the interview about the course of life.

Keywords
Interview of migration in five languages, psychological checklist for migration phases, problems and chances of migration and acculturation




Beatrix Weber Bertschi

Migrationsprozess und Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen
Beatrix Weber Bertschi

Zusammenfassung
Kinder und Jugendliche, die zu uns mit ihren Eltern immigrieren, sind besonders verletzlich in ihrer Entwicklung. Sie haben während ihres Migrationsweges verschiedene traumatisierende Situationen erlebt. Kinder der 2. Generation, sog. „Secondos“ erleben beim Aufwachsen im Zielland ebenfalls viele Spannungen und Probleme. Es wird viele Kinder- und Jugendtherapeuten brauchen, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Migrationstraumata helfen Es soll in diesem Beitrag aufgezeigt werden, wie wir ihren Migrationsweg besser verstehen und ihnen bei der Verarbeitung ihrer aktuellen Probleme und bei der Integration helfen können.

Schlüsselwörter
Migration von Kindern und Jugendlichen, die 6 Phasen der Migration, zweite Generation und ihre Entwicklung, Psychotherapie von Kindern mit Migrationshintergrund

Migration process and psychotherapy of children and adolescents

Summary
Children and adolescents, who immigrate here with their parents, are especially vulnerable during their development. They have experienced different traumatizing situations. Children of the second generation, so called “Secondos”, have to face many problems and tensions too when growing up. There will be the need of many psychotherapists for children and adolescents to help them to overcome their traumata of migration. Here it shall be shown, how we can understand better their process of migration and to help them to solve their actual problems and assist them to integrate here.

Keywords
migration of children and adolescents, the 6 phases of migration, the second generation and her development, psychotherapy with children with migration background




Karin Griese, Alena Mehlau

Ein solidarischer, stress- und trauma­sensibler Ansatz zur multisektoriellen Unterstützung von Gewaltüberlebenden
Karin Griese, Alena Mehlau

Zusammenfassung
Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale hat, basierend auf langjähriger Arbeitserfahrung in Kriegs- und Nachkriegsgebieten, einen stress- und traumasensiblen Ansatz zur Unterstützung von Gewalt betroffenen Menschen entwickelt. Anhand eines Fallbeispiels aus der Demokratischen Republik Kongo zeigt dieser Artikel, wie der Ansatz von medica mondiale in verschiedenen Arbeitsfeldern umgesetzt wird.

Schlüsselwörter
sexualisierte Gewalt, Traumasensibilität, geschlechtsspezifische Gewalt, psychosoziale Arbeit, Qualifizierung

Supporting survivors of violence with an integrated, solidarity-based stress- and traumasensitive approach

Summary
medica mondiale, the international Women‘s Rights organization, created a stress-sensitive and trauma-sensitive approach to supports women and girls having experienced sexualised violence. With a case study from the Democratic Republic of Congo this essay will show us the various fields of action in which this approach proves helpful.

Keywords
sexualised violence, trauma-sensibility, gender-based violence, psycho-social support, trainings




Sabrina Hartl, Pia Andreatta

Der Preis des Helfens: Folgen humanitärer Hilfe im Krieg und auf der Flucht für die HelferInnen
Sabrina Hartl, Pia Andreatta

Zusammenfassung
Die Folgen der massiven Herausforderungen, Überforderungen und Überbelastung, denen HelferInnen von Hilfsorganisationen in den jeweiligen Einsatzländern ausgesetzt sind, zeigen sich oft erst einige Zeit nach der Rückkehr. Anhand von qualitativen Interviews, die wir mit elf Personen nach ihren humanitären Auslandseinsätzen durchgeführt haben, beantworten wir drei Fragen:
(1) Inwieweit zeigen sich Belastungen und entsprechende Belastungsreaktionen?
(2) Inwiefern zeigen sich Veränderungen des Welt- und Selbstverständnisses als Folgen von Auslandseinsätzen?
(3) Welche Ressourcen sind zur Verarbeitung und Bewältigung nach der Mission wichtig?
Die daraus sich ergebenden Implikationen zur Unterstützung werden erläutert.

Schlüsselwörter
Auslandseinsatz, sekundäre Traumatisierung, Selbst- und Weltverständnis, Repatriierung, Krieg

The cost of caring: emotional aftermath of humanitarian work with refugees and victims of war

Summary
The emotional aftermath for helpers who face massive challenges and stressors especially if they are confronted with big devastation or very vulnerable groups of victims such as children often unfolds after a time back at home. We would like to introduce data from eleven qualitative interviews led with humanitarian aid workers. Following questions will be focused:
(1) Which kind of stressors and emotional reactions are reported after the mission?
(2) How are basic assumptions of the helpers shattered?
(3) Which resources and coping after the mission are important?
Implication for practice and support will be discussed.

Keywords
mission, secondary traumatization, world sumptions, repatriation, war




Monika Reif-Huelser

Wie Kinder Krieg erfahren: Angst, Gehorsam, Flucht
Monika Reif-Huelser

Zusammenfassung
Ein paradigmatischer Fall für die Erfahrung von Krieg als Massaker ist Ishmael Beahs autobiographische Darstellung seiner Zeit als Kindersoldat in Sierra Leone. Er beschreibt ausführlich, mit welchen psychisch besonders wirksamen Methoden Kinder wie er (Alter zwischen 10 und 15 Jahren) gefügig, abhängig und nahezu willenlos „gemacht“ werden, auch wenn sie vorher eine gute Entwicklungsbasis hatten und in einem intakten Familienleben aufgewachsen sind. Seine Geschichte zeigt auch, dass er ohne das Eingreifen einer Kinderhilfsorganisation und den Aufenthalt in einer Rehabilitationsstation in Sierra Leone keine Chance gehabt hätte, zu einem Leben zu finden, das durch seine Erinnerungen zwar dauerhaft geprägt aber dennoch lebenswert sein würde.

Schlüsselwörter
Entwicklung zum Kindersoldaten, Kriegs- und Gewalt­erfahrung, Selbstverlust, Bindungsverlust, Angst und Drogen, Hospitalismus, Deprivationssyndrom,

How children experience war: agony, obedience, flight

Summary
Ishmael Beah’s autobiographical reminiscence of his years as a member of the Childrens’ Army in Sierra Leone is a paradigmatic case of traumatization through war actions and the witnessing of massacres. Beah describes in a non-pathetic way how children are “turned”into pliable, dependent and almost aboulic spectres of war without the option of resistance. His story also shows that – without the interference of UNICEF and an immediate and focused rehabilitation in Sierra Leone itself – he would not have had a chance to come to terms with the deeply ingrained images of his past.

Keywords
Growing into being a child soldier, experience of war and violence, loosing oneself, no self- and other reliance, anxiety and drugs, hospitalism, deprivation syndrom