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LOGIK DER PSYCHOTHERAPIE
 
 

39,00 EUR

ISBN-Nummer: 3-89334-481-9  

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Gottfried Fischer, unter Mitarbeit von Ludger van Gisteren , Adrian Fischer und Reiner Mosetter
Logik der Psychotherapie
Philosophische Grundlagen der Psychotherapiewissenschaft. 2008, 365 Seiten, Festeinband, 39,- Euro (481-9)

Die vorliegenden therapeutischen Ansätze und Verfahren bieten Fachleuten und Öffentlichkeit ein eher verwirrendes Bild. Zahlreiche Verfahren, Techniken und Theorien rivalisieren miteinander, ohne dass es bisher gelungen wäre, das "Projekt Psychotherapie" auf eine solide Grundlage zu stellen. So lange das nicht geschieht, muss Psychotherapie eine Sammlung empirischer Versatzstücke und pseudophilosophischer "Menschenbilder" bleiben. Es ist deshalb an der Zeit, dass sich die Psychotherapie als eigenständige Wissenschaft etabliert. Postmoderne Beliebigkeit läßt sich korrigieren, wenn es gelingt, die innere Logik herauszuarbeiten, auf der psychotherapeutische Theorie und Praxis beruhen.
Dieser Herausforderung stellt sich das vorliegende Werk. In sorgfältiger und gut nachvollziehbarer Argumentation wird schrittweise die bislang eher intuitive Logik therapeutischer Praxis und Theoriebildung herausgearbeitet. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie verläuft ein intrinsischer, autonomer Veränderungsschritt beim Psychotherapiepatienten? Unter welchen Umständen verändert sich die Patientin in einem therapeutisch produktiven Sinne? Was sind hilfreiche, was hinderliche Bedingungen für eine Veränderung? Wie trägt die Therapeutin dazu bei? Wie ist die Logik therapeutischer Veränderung selbst beschaffen? Wie läßt sich das Ziel einer psychotherapeutischen Behandlung bestimmen ?
Schritt für Schritt und mit klarer Didaktik werden die Leserinnen und Leserin Gedankengänge eingeführt, die eine Antwort auf diese für den Übergang zu einer wissenschaftlichen Psychotherapie grundlegenden Fragen gestatten.

Aus dem Inhalt:
• Was ist Psychotherapie?
• Kategoriale Transformation
• Mathematische Logik
• Dialektisch-ökologisches Denken
• Umwelttheorie und Pathogenese
• Antinomie und Syntheseforderung
• Logik der Intervention
• Konstruktion und Rekonstruktion gelingender Therapieverläufe
• Zur Logik des Misslingens in der Psychotherapie

Die Autoren:
• Gottfried Fischer ist Direktor des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität zu Köln. Auf dem Gebiet psychotherapeutischer Forschung und Theoriebildung ist er ein international bekannter und anerkannter Autor.
• Reiner Mosetter studierte Philosophie an der Universität Freiburg i. Br. und begründete zusammen mit seinem Bruder Kurt Mosetter die Myoreflextherapie. Arbeitsschwerpunkte auf dem Gebiet einer Philosophie der Leiblichkeit und dialektischen Entwicklungstheorie.
• Adrian Fischer studiert Medizin und Philosophie. Arbeitsschwerpunkte: Biosemiotik, Philosophie der Naturwissenschaften




 
 



 

Die "Logik der Psychotherapie" ist Brücke wie Vertiefung der interdisziplinären Verständigung so unterschiedlicher Disziplinen wie Psychologie, Philosophie, Medizin, Psychotherapie, Pädagogik, Sprachwissenschaft sowie der Neuro- und Kognitionswissenschaft. ... Interdisziplinäres Denken und die Hinterfragung längst eingefahrener, aber nicht präzise angewandter Begriffe, kennzeichnet das Werk Fischers. Bahnbrechend meines Erachtens ist die Diskussion zu den Zeichenkategorien des Ikonischen, Indexikalischen und Symbolischen und zu der Frage ob es das "Konditionieren" im Sinne der psychologischen Lerntheorie überhaupt gibt. ... Diese Arbeit ist ein Grundlagenwerk für die Begründung und interdisziplinäre Verankerung der Psychotherapiewissenschaft. Das Werk könnte in dieser Fülle sogar mehrbändig sein und kann als Grundlage eines jeden Curriculum für die Ausbildung in Psychotherapie angewandt werden. Leichte Kost ist das Werk besonders dann nicht, wenn der Leser, die Leserin möglicherweise vertraute Begrifflichkeiten völlig neu überdenken und sie logisch-philosophisch überdenken muss, soweit dieses Buch in interdisziplinäres Neuland führt. Der Leser, die Leserin ist eingeladen, mit zu er-arbeiten und keineswegs nur "Konsument" der Literatur sein, ob nun als Praktiker oder als Forscher. Das Buch liest sich als Diskussion und lädt dazu ein, mit Forschern und (zukünftigen) Anwendern diskursiv weitergeführt und vertieft zu werden. (Pia Andreatta in Psychotherapie Forum 1-2009)