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KONFLIKT, PARADOX UND WIDERSPRUCH
 
 

19,00 EUR

ISBN-Nummer: 3-89334-434-9  

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Gottfried Fischer
Konflikt, Paradox und Widerspruch
Für eine dialektische Psychoanalyse. Ausstieg aus dem Labyrinth. 2005, ca. 185 S., € 19.-, SFr 33.60 (3-89334-434-9)

Seit ihren Anfängen konnte die Psychoanalyse ihre Grundlagen und Anwendungsformen immer präziser herausarbeiten. In dieser Hinsicht war die Psychoanalyse lange Zeit vorbildlich für Medizin und Psychologie. Aber manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass dieser Prozess stagniert.
Auch eine reflexive Wissenschaft, wie die Psychoanalyse ist der Gefahr dogmatischer Erstarrung ausgesetzt. Den Prozess des selbstbegründenden Denkens bzw. der Selbstreflexion sowie kritischer Empirie wieder aufzunehmen und in Gang zu halten, ist das Programm einer explizit "dialektischen Psychoanalyse".




 
 



 

Das Buch handelt somit von einer theoretischen Forschungsmethode zur Überprüfung und Weiterentwicklung der Psychoanalyse. Es geht um die Untersuchung des Reflexionsniveaus einer Theorie. ... Eindringlich faßt Fischer seine Überlegungen und sein Plädoyer für eine explizite Ausarbeitung der dialektischen Struktur der psychoanalytischen Theorie und Praxis noch einmal zusammen: Heilungsprozesse verlaufen nicht regellos, sondern folgen einer Transformationslogik, welche bisher in der dialektischen Tradition der Erkenntnistheorie am gründlichsten untersucht sind. Im Gegensatz zur formalen Logik ist die dialektische Logik eine der Affekte, Emotionen und Handlungen. Sie ist eine Entwicklungslogik beweglicher, zukunftsoffener Systeme. Der Umgang mit dem Widerspruch/dem Negativen ist in ihr das vorwärtstreibende Moment des Entwicklungsprozesses, vergleichbar der Rolle der Falsifikation in der formalen Logik. Das Verweilen beim Negativen treibt dabei stets über die physische Handlungsebene hinaus auf die psychologische Ebene der Vorstellungen.
... Sehr gut erläutert ist die Dialektik: Die Grundlagenkritik, welche nach dem Mißbrauch der Dialektik im Stalinismus und dialektischen Materialismus durch Merleau-Ponty, Sartre und Adorno in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts geleistet worden ist, hat zur Unterscheidung zwischen offener und geschlossener Dialektik geführt. Darauf aufbauend werden die Prinzipien einer wissenschaftlichen Dialektik wie auch der dialektische Primat der Negation sehr gut verständlich erläutert. Hier ist eine didaktische Fähigkeit am Werk, die man sich in Fachbüchern nur zu gerne wünscht.
(Dr. med. Anna Elisaeth Landis, FÄ für Psychoatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, in: Psyche)

Durch zahlreiche Fallbeispiele werden die Leser in gut nachvollziehbarer Weise an die theoretischen Fragen herangeführt
(Deutsches Ärzteblatt, 9/2005)