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WOHNALLTAG UND KONTAKTCHANCEN BEHINDERTER |
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Friedrich Dieckmann Wohnalltag und Kontaktchancen schwer geistig behinderter Erwachsener Ein Vergleich unterschiedlich zusammengesetzter Wohngruppen. 2. Auf. 2009, 496 S., kt., € 29.- (384-9)
Langjährige Erfahrungen im persönlichen Lebensumfeld des Autors haben dazu beigetragen, sich mit den Problemen behinderter Menschen wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Dieckmann beschäftigt sich im Rahmen einer „Ökopsychologie des Alltagsgeschehens“ mit institutionellen Wohngruppen, in denen in Deutschland etwa 25.000 bis 30.000 schwer geistig behinderte Erwachsene leben. Die Lebensführung Erwachsener mit schwerer geistiger Behinderung ist in vergleichsweise hohem Maße von den unmittelbaren Geschehensangeboten und den sozial-räumlichen Umgebungsbedingungen abhängig. Schwer geistig Behinderte sind bei vielen Aktivitäten des täglichen Lebens auf Unterstützung angewiesen. In einem Viertel aller institutionellen Wohngruppen besteht mindestens die Hälfte der Bewohnerschaft aus schwer behinderten Mitgliedern (SB-Wohngruppen). Dieckmann erhebt empirische Daten im Wohnalltag der geistig Behinderten u.a. unter dem Blickwinkel, wie sich verschieden hohe Anteile schwer geistig behinderter Menschen in Wohngruppen auf das Alltagsgeschehen und die Sozialkontakte der Bewohner auswirken. Er kann u.a. aufzeigen, welche Merkmale des Wohngeschehens in SB-Wohngruppen sich negativ auf die Wohnqualität schwer behinderter Bewohner auswirken, und formuliert wichtige Konsequenzen für die sozialplanerische Praxis.
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„Die Arbeit von Dieckmann ist in vielerlei Hinsicht beeindruckend ... Wer sich dieser Komplexität stellt, der hat nachher sehr viel gelernt über das Wohnen schwer geistig Behinderter.“ (Riklef Rambow in Umweltpsychologie, 2/2003)
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