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HEFT 2-2014
 
 

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Themenschwerpunkt
Traumatisierung und Burnout
(Hrsg. Roland Portuné und Gerd Wenninger)

Editorial
Roland Portuné, Gerd Wenninger

Berufsbedingte Traumatisierung – Auslöser, Folgen, Präventionsangebote
Abstract
Christian Pangert, Anne Gehrke

Frühzeitige Intervention zur Wiedererlangung psychischer Gesundheit – Ein sequenzielles Arbeitsfähigkeitskonzept aus der psychologischen Praxis
Abstract
Patricia Gill-Schultz

Ausgebrannte Zellen – Die Neurobiochemie des Burnout
Abstract
Kurt Mosetter, Reiner Mosetter

Psychische Belastungen bei professionellen Helfern: Macht der Umgang mit trauma­tisierten Personen auf Dauer krank?
Abstract
Thomas Weber, Hanne Shah

Traumatisierung und Burnout bei Einsatzkräften der Polizei: Ein Traumberuf mit Nebenwirkungen
Abstract
Gaby Breitenbach

Die Aporien der Arbeit mit Tätern: Zwischen sekundärer Traumatisierung und Burnout
Abstract
Beate Rohrer, Pia Andreatta

Wie die Myoreflextherapie Erschöpfungszustände regulieren und beheben kann
Fallbeispiele ohne Abstract
Kurt Mosetter

Burnout von Einsatzkräften nach traumatisierenden Erlebnissen – Ein Bericht aus der ambulanten Praxis
Fallbeispiele ohne Abstract
Harald Requardt

Täterarbeit I: Pro und Contra zu kulturspezifischen Angeboten
Abstract
Carlotta Schneller, Iris Hauth, Andreas Heinz, Meryam Schouler-Ocak, Christian Pross

Die Klinik als ritueller Raum der Kompetenz-Fokussierung: Stationäre hypnosystemische Traumatherapie (Teil 2)
Abstract
Gunther Schmidt

ZTK – Zentrum für Trauma- und Konfliktmanagement GmbH, Köln
Kongresse und Tagungen
Fortbildung
Rezension
Vorschau Heft 3-2014: „Schwangerschaft und Kindesmisshandlungen“
Vorschau Heft 4-2014: „Täterintrojekte“
Impressum




 

Christian Pangert, Anne Gehrke

Berufsbedingte Traumatisierung – Auslöser, Folgen, Präventionsangebote
Christian Pangert, Anne Gehrke

Zusammenfassung

Berufsbedingte Traumatisierung ist ein besonderes, aber an vielen Arbeitsplätzen noch weitgehend unbeachtetes Thema, obwohl Risikofaktoren bekannt sind, die bei der Beurteilung von Tätigkeiten berücksichtigt werden sollten. Die angemessene Beachtung der Thematik und deren professionalisierte Bearbeitung sind das Ziel der Präventionsanstrengungen der Unfallversicherungsträger in diesem Bereich. Ein positives Signal auf diesem Weg ist die Aufnahme in den Themenkanon der aktuellen Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie. Grundsätzlich steht die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten im Mittelpunkt der Anstrengungen.

Schlüsselwörter

Traumatisierung, traumatisches Ereignis, Gefährdungsbeurteilung, Risiko-Matrix, psychologische Erstbetreuung



Occupational traumatization – trigger, outcomes, preventative options

Summary

Occupational traumatization is a distinct but in many workplaces only scarcely considered topic. Although risk factors are well-established, they are hardly included in occupational risk assessments. The adequate consideration of the topic and its professionalized handling are the aim of all preventative activities undertaken by the statutory accident insurance bodies. A positive sign on this way is the inclusion of occupational traumatization in the context of the german joint occupational health and safety strategy (GDA). Basically, the health and safety of employees is the center aim of all efforts.

Keywords

traumatization, traumatic event, risk assessment, risk–matrix, psychological first-aid




Patricia Gill-Schultz

Frühzeitige Intervention zur Wiedererlangung psychischer Gesundheit – Ein sequenzielles Arbeitsfähigkeitskonzept aus der psychologischen Praxis
Patricia Gill-Schultz

Zusammenfassung

Je schneller Menschen, die von einem Burnout betroffen sind, therapeutisch versorgt werden können, desto kürzer wird der Leidensweg, und die Behandlungskosten bleiben überschaubar. In diesem Beitrag werden Hintergründe für die Notwendigkeit aufgezeigt, bei einer Burnout-Erkankung zeitnah zu intervenieren. Im wissenschaftlichen Modellvorhaben FIGA wird überprüft, wie sich die frühzeitige Intervention bei Arbeitsunfähigkeit durch Burnout und Erschöpfungszustände auswirkt.

Schlüsselwörter

Burnout, wissenschaftliches Modellvorhaben, frühzeitige Intervention, schulenübergreifendes Kurzzeittherapiekonzept

Early intervention to regain mental health – a sequential work ability concept of psychological practice

Summary

As sooner people who are affected by burnout can be therapeutically treated, as shorter the ordeal will be, and the treatment costs remain more manageable. In this paper the need for early intervention is shown, and it describes the importance of action for a psychological practice. A scientific approach for early intervention for working disability due to burnout and exhaustion (FIGA) will be presented.

Keywords

burnout, scientific approach, early therapeutic intervention, different therapeutic approaches




Kurt Mosetter, Reiner Mosetter

Ausgebrannte Zellen – Die Neurobiochemie des Burnout
Kurt Mosetter, Reiner Mosetter

Zusammenfassung

Burnout ist ein vielverwendetes Wort. Und das Burnout-Beschwerdebild ist sehr vielfältig. Dabei ist es weniger sinnvoll, nach einer klaren Nosologie zu fragen, als vielmehr die Ursachen zu erkunden. Eine grundlegende Systemebene stellt der zelluläre Energiestoffwechsel als die biochemische Engstelle dar. Auf molekularer Ebene kann Burnout als Stresserkrankung beschrieben werden – als Entsprechung und Folge von akut oder chronisch belastenden Bedingungen und Ereignissen. Insbesondere ein gestörter oder belasteter Zuckerstoffwechsel, eine entsprechende Insulinresistenz mit Glukoseverwertungsstörung und zellulärer Energiemangelsituation sowie hormonelle Dysbalancen als Folge sind hier entscheidend. Ein Verständnis dieser körperlichen, physiologischen Basis kann bei der Gestaltung erfolgreicher therapeutischer Interventionen entscheidend helfen. Insbesondere eine gezielte Ernährungsumstellung mit einer Entlastung des Zuckerstoffwechsels ist hier relevant.

Schlüsselwörter

Burnout, Depression, zellulärer Stress, Insulinresistenz, Mitochondrien

Worn-out cells – the neurobiochemistry of burnout

Summary

The word “burnout” is used frequently, its corresponding clinical picture is very diverse. In discussing this problem it is less useful to ask for a clear nosology, but rather to explore the causes. The cellular energy metabolism as a biochemical bottleneck can be seen as a fundamental system level. At the molecular level, burnout can be described as a stress disease – as a corresponding feature and effect of acute or chronic stressful conditions and events. In particular, an imbalanced or malfunctioning sugar metabolism resulting in insulin resistance with glucose utilization disorders and energy deficits on the cellular level as well as hormonal imbalances are crucial factors. An understanding of this physical and physiological basis can be helpful in designing successful therapeutic interventions. In particular, a specific diet which takes the stress off the glucose metabolism is relevant for this goal.

Keywords

burnout, depression, cellular stress, insulin resistance, mitochondria




Thomas Weber, Hanne Shah

Psychische Belastungen bei professionellen Helfern: Macht der Umgang mit trauma­tisierten Personen auf Dauer krank?
Thomas Weber, Hanne Shah

Zusammenfassung

Helfer, die in ihrem beruflichen Umfeld mit akut oder chronisch traumatisierten Menschen zu tun haben, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, selbst zu erkranken. Die Spannbreite möglicher Erkrankungen, die zur dauerhaften Arbeitsunfähigkeit des betroffenen Helfers führen können, ist hoch. Strategien, wie der Helfer sich schützen kann, werden in diesem Beitrag vorgestellt. Weitere grundsätzliche Fragen werden thematisiert, wie z.B.: Kann die permanente Konfrontation mit Ohnmacht und Hilflosigkeit überhaupt ohne negative Folgen dauerhaft ertragen werden? Ist Trauma „ansteckend“? Ist die traumatisierende Übertragung tatsächlich beherrschbar? Führt der empathische Umgang mit Traumatisierten eventuell zu heftigen Gegenreaktionen der Helfer untereinander?

Schlüsselwörter

Psychische und physische Überlastung, Sekundäre und stellvertretende Traumatisierung, Ohnmacht und Hilflosigkeit, traumatisierende Übertragung, gesundheitliche Folgen für professionelle Helfer



Does the constant confrontation or occupation with trauma lead to illness?

Summary

Helpers dealing with acute or chronically traumatised humans are themselves exposed to a higher risk of falling ill. The range of possible illnesses for the helper is enormous and can lead to a total incapacity to work. Training techniques and strategies as to how helpers can protect themselves are presented. Further fundamental questions are: Is it really possible to bear the permanent confrontation with helplessness and powerlessness without long-term negative consequences? Can trauma be infectious? Can we really control the traumatic transmission? Does the empathic interaction with trauma lead to fierce reactions amongst helpers themselves?

Keywords

psychological and physiological stress, secondary and substitutional trauma, helplessness and powerlessness, traumatic transmission, health consequences for professionals




Gaby Breitenbach

Traumatisierung und Burnout bei Einsatzkräften der Polizei: Ein Traumberuf mit Nebenwirkungen
Gaby Breitenbach

Zusammenfassung

Von Polizisten erwarten wir, dass sie für die Belastungen ihres Berufs, zu denen auch traumatisierende Einsätze gehören, in denen es um Leben und Tod geht, gewappnet sind. Doch vielen Polizisten wird ihr ursprünglicher Traumberuf aufgrund von Ausnahmesituationen (z.B. Miterleben von Suiziden, Leichenfunde, Schusswaffengebrauch), aber auch wegen der alltäglichen hohen Belastungen (z.B. Schichtarbeit, Zeitdruck, Arbeitsklima) im Laufe der Jahre eine unerträgliche Belastung, die sie zur Aufgabe zwingt. Die Autorin gibt einen Überblick über die vielfachen Risiken für einen Burnout und Traumafolgestörungen (Posttraumatische Belastungsstörung/PTBS) im Polizeiberuf, sehr gut nachvollziehbar anhand eines Praxisbeispiels. Sie zeigt auf, wie beide Themen miteinander zusammenhängen bzw. zusammenwirken und welche Methoden sich einsetzen lassen, um eine Frühverrentung zu vermeiden bzw. zumindest erträglich zu machen.

Schlüsselwörter

Burnout-Risiken, traumatischer Prozess, Posttraumatische Belastungsstörung, Traumafolgestörung, Ressourcen

Posttraumatic stress disorder and burnout as a result of working for the police action force: dream job with sideeffects

Summary

It is expected of policemen, that they can stand the challenges of their job, even the traumatising events with matters of life and death, without symptoms or long-term consequences. But for a lot of policemen the former job of their dream becomes nightmarequalities. Exceptionel circumstances (e.g. suicides, fining of dead bodies, shooting) and the daily high stress (e.g. shiftwork, time pressure, working climate) tab them out. The Author gives a summary about the risks to burn out or get traumatised (PTSD or complex Trauma) in working as a policeman, and shows some aspects in a practical example. She shows, how burnout and PTSD go together and which methodes and techniques can be used to avoid early retirement or make it tolerable.

Keywords

burnout risks, traumatic process, posttraumatic stress disorder (PTSD), disorders due to traumatic stress




Beate Rohrer, Pia Andreatta

Die Aporien der Arbeit mit Tätern: Zwischen sekundärer Traumatisierung und Burnout
Beate Rohrer, Pia Andreatta

Zusammenfassung

Schilderungen und Geschichten der Täter sind oft sehr belastend für TherapeutInnen. Ausgehend von der Annahme, dass diese Belastungen zu Burnout bzw. einer sekundären Traumatisierung der Therapierenden führen können, skizzieren wir die Herausforderungen in der Arbeit mit Gewaltverbrechern. Wir gehen dabei von „Trauma“ als Erschütterung des Selbst- und Weltbildes aus, die insbesondere bei menschlich verursachten Traumatisierungen als sekundär induzierter Stress auftritt. Aus Erkenntnissen der Fachliteratur über sekundäre Traumabelastung und aus den Ergebnissen unserer empirischen Studie mit 55 Therapeuten in der Täterarbeit leiten wir ab, welche Schutzfaktoren zu fördern sind und welche Implikationen sich insgesamt für Täterarbeit ergeben.

Schlüsselwörter

Gewalt, Täterarbeit, sekundäre Traumatisierung, Kohärenzsinn, Selbst- und Weltverständnis

The aporias of working with offenders: between secondary traumatization and burnout

Summary

This article addresses the impact of violent offender therapy. We suppose, that exposure to the narratives of violence may lead to stress among therapists. Assuming that therapists may develop burnout or secondary traumatization, we try to outline the challenges of working with violent offenders. The exposure to traumatic events, especially man-made disasters, may shatter their basic assumptions about themselves and their world and lead to secondary traumatic stress. Therefore we present some findings from literature, practice and above all an empirical study of 55 therapists who treat violent offenders. Our study examines basic beliefs, traumatic stress and protective factors. Implications for offender treatment are given.

Keywords

violence, offenders, secondary traumatization, sense of coherence, world assumptions




Carlotta Schneller et al.

Täterarbeit I: Pro und Contra zu kulturspezifischen Angeboten
Carlotta Schneller, Iris Hauth, Andreas Heinz, Meryam Schouler-Ocak, Christian Pross

Zusammenfassung

In der Literatur und unter Fachkräften besteht Einigkeit darüber, dass kulturelle Aspekte in der Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt zu berücksichtigen sind. Einrichtungen führen die Anti-Gewalt-Beratung dabei in verschiedenen Settings durch. Kontrovers wird diskutiert,

• ob Teilnehmer in einem kulturspezifischen Gruppenangebot besser erreicht werden
• ob interkulturelle Gruppen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Gewaltverhalten fördern.

Die vorliegende Interviewstudie exploriert Arbeitsweisen mit Tätern häuslicher Gewalt mit Migrationshintergrund und verfolgt die Fragen: Welche Erfahrungen machen Fachkräfte in der Täterarbeit häusliche Gewalt mit Männern mit Migrationshintergrund? Welche Empfehlungen lassen sich ableiten?

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Täterarbeit, Migration, kultursen­sible Arbeit, interkulturelle Arbeit

Work with perpetrators of domestic violence I: Pro-con debate on cultural specific interventions

Summary

According to research findings as well as the expert community cultural aspects need to be addressed in work with perpetrators of domestic violence. Service organizations choose various settings to do so. Mainly there is a controversial debate on whether participants from ethnic minorities can be better reached by a culture specific group programme or whether an intercultural setting enables them to better deal with their own violent behaviour. The interview study at hand explores practice models of work with perpetrators of intimate partner violence with a migrational background and persues the questions: What is the staff´s experience in their work with participants of ethnic minorities? What recommendations can be given for this field of work?

Keywords

domestic violence, work with perpetrators, migration, cultural sensitive work, intercultural work




Gunther Schmidt

Die Klinik als ritueller Raum der Kompetenz-Fokussierung: Stationäre hypnosystemische Traumatherapie (Teil 2)
Gunther Schmidt

Zusammenfassung

Beschrieben wird in drei aufeinander aufbauenden Teilen, wie mit hypnosystemischen kompetenz- und lösungsfokussierenden Interventionsstrategien mit gleichrangiger Kooperation auf Augenhöhe Klienten mit Traumafolgestörungen (PTSD) im stationären Kontext wirksam geholfen werden kann,

• ihre leidvollen Symptome nachhaltig in Chancen für die Entwicklung von Autonomie, Selbstwirksamkeit und Würde zu transformieren,
• wieder Sicherheit, Geborgenheit und Schutz zu erleben.

Möglich wird dies durch eine achtungsvolle und empathische Begleitung mit intensiver Transparenz und einer Klinikorganisation mit abgeflachten Hierarchien und weitgehenden Selbstorganisations- und Mitgestaltungs-Möglichkeiten der Teams.

Schlüsselwörter

Hypnosystemische Kompetenz-Aktivierung, Lösungsfokussierende Utilisation von Traumafolgestörungen, systematische Organisation des ganzen Klinik-Systems nach hypnosystemischen Transparenz-Prinzipien

The clinic as a „ritualistic” space of competence-focusing: hypnosystemic inpatient trauma therapy

Summary

In 3 parts will be described how with hypnosystemic competence- and solution-focusing interventions in an inpatient clinic setting clients with PTSD become enabled
• to transform their severe symptoms into chances for the development of autonomy, self-efficacy, self-confidence and dignity,
• to keep the authority for each step during this process.
To practice this approach the whole organization of the clinic should be build up with very flat hierarchy, intensive transparency and broad possibilities of self-organisation and freedom of arrangements for the teams.

Keywords

hypnosystemic competence-activation, solution-focusing utilisation of PTSD, systematic organisation of the whole clinic system based on hypnosystemic principles