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HEFT 3/2010 |
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Themenschwerpunkt: Traumatisierung durch Unfälle Herausgegeben von Dirk Windemuth
Roland Portuné und Michael Höhne Abstract Traumatisierung nach Unfällen und Möglichkeiten der Prävention – im Zentrum des Belastungsprofils von Beschäftigten im Straßenbetriebsdienst
Jörg Weymann Abstract Prävention von Traumatisierungen bei Beschäftigten im Fahrdienst
Claudia Drechsel-Schlund, Klaus Feddern, Marita Klinkert und Christian Ludwig Abstract Reha-Management bei Traumatisierungen nach Arbeitsunfällen
Jörg Angenendt, Babette Röhrich, Anne Riering, Ute Nowotny-Behrens, Heidemarie Hecht und Mathias Berger Abstract Die Freiburger Arbeitsunfallstudien I und II (FAUST-I und -II)
Pia Andreatta, Verena Rattensberger und Florian Juen Abstract Die Rolle von Schuld und Schuldgefühlen nach traumatisierenden Unfällen
Angelika Schlotmann und Gertraud Teuchert-Noodt Abstract Mütterliches Verhalten während der Schwangerschaft und sein Einfluss auf die kognitive Entwicklung des Kindes
Elisabeth Pauza, Heidi Möller, Cord Benecke, Henrik Kessler und Harald C. Traue Abstract Emotionserkennung zu Beginn psychotherapeutischer Ausbildung
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Roland Portuné und Michael Höhne
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Traumatisierung nach Unfällen und Möglichkeiten der Prävention – im Zentrum des Belastungsprofils von Beschäftigten im Straßenbetriebsdienst Roland Portuné und Michael Höhne
Zusammenfassung Beschäftigte im Straßenbetriebsdienst haben die Aufgabe, zu jeder Jahreszeit für sicher befahrbare Straßen zu sorgen. Dabei sind sie während eines Großteils ihrer vielfältigen Arbeitstätigkeiten einem erhöhten Unfallrisiko und unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Während körperlich belastende Faktoren in den Tätigkeiten der Straßenwärterinnen und Straßenwärter im Arbeitsschutz bereits hinlängliche Beachtung gefunden haben, ist die Problematik psychischer Belastungen demgegenüber eher noch wenig berücksichtigt worden. Im Rahmen der nach Arbeitsschutzgesetz durchzuführenden Gefährdungsbeurteilungen besteht die Notwendigkeit, sämtliche mit der Arbeitstätigkeit in Zusammenhang stehenden Gefährdungen inklusive der psychischen Belastungen zu berücksichtigen. In einem durch Straßen NRW und die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen durchgeführten Projekt wurden deswegen zunächst die Bereiche eruiert, in denen psychische Belastungen beim Betriebsdienstpersonal auftreten können. Der hieraus entwickelte „Beurteilungsbogen zu Bereichen psychischer Belastung bei Tätigkeiten im Straßenbetriebsdienst“ (Portuné, 2004) wurde einer Stichprobe von knapp 100 in nordrhein-westfälischen Autobahnmeistereien beschäftigten Straßenwärterinnen und Straßenwärtern vorgelegt. Als Belastungsschwerpunkte hinsichtlich eines forschungsbezogen abgeleiteten Referenzbereichs, erwiesen sich dabei die Unfall- und Verkehrsraumproblematik. Die simultane Betrachtung von Häufigkeit und Intensität der damit einhergehenden psychischen Belastungen ermöglicht die Einschätzung des jeweiligen Belastungs- bzw. Risikopotenzials der einzelnen Bereiche. Ausgehend vom dadurch erkennbaren jeweiligen Handlungsbedarf lassen sich verschiedene Maßnahmen des Arbeitsschutzes ableiten. Durch die kontinuierliche Umsetzung dieser Maßnahmen, die weitere Einbettung in organisationale Abläufe und Strukturen, sowie die weiterhin enge Kooperation zwischen Straßen NRW und Unfallkasse NRW werden die Voraussetzungen geschaffen, den Erfolg der Bemühungen auch nachhaltig zu sichern.
Schlüsselwörter Betriebsdienst; psychische Belastungen; Gefährdungsanalyse; Verkehrsraumproblematik; traumatische Situation
Traumatization following accidents and scope for prevention: at the heart of the stress profile of employees in the highway maintenance services
Summary Employees in the highway maintenance services have the task of ensuring that the roads are safe for use, at all times of the year. During a large part of their many and varied working activities, they are exposed to an elevated accident risk and to a range of stresses. Whereas factors involving physical stress in the activities of road maintenance personnel have already been given adequate consideration by OSH, little attention has been paid as yet to the problem of mental stress. In the context of the hazard assessments required under the German occupational safety and health legislation (ArbSchG), a need exists for all hazards associated with the working task to be considered – including those of mental stress. To this end, a project was conducted by the Strassen NRW highway maintenance body and the public-sector accident insurance institution of North Rhine-Westphalia, in which the areas were first identified in which mental stresses may arise among the highway maintenance personnel. The assessment questionnaire for areas of mental stress associated with highway maintenance tasks (Portuné, 2004), which was developed based on the results of the project, was presented to a random sample of approximately 100 road maintenance personnel employed in the motorway maintenance services in North Rhine-Westphalia. The issues of accidents and road space were found to be key areas of stress compaired to a research based reference area. Simultaneous consideration of the frequency and intensity of the associated mental stresses enables the potential stress and risk of the individual areas to be estimated. Based upon the need for action identified as a result, various OSH measures can be inferred. By continual implementation of these measures, their further integration into organizational procedures and structures, and continued close co-operation between Strassen NRW and the public-sector accident insurer for North Rhine-Westphalia, the criteria are met for assuring the success of the efforts in a sustainable manner.
Keywords highway maintenance services; mental stress; hazard assessments; the issue of road space; tarumatic situation
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Jörg Weymann
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Prävention von Traumatisierungen bei Beschäftigten im Fahrdienst Jörg Weymann
Zusammenfassung Fahrerinnen und Fahrer von Straßenbahnen und Linienbussen müssen bei ihrer Tätigkeit mit psychischen Belastungssituationen leben, die meistens aus Unfallsituationen oder bei Schienenbahnfahrern nach Suiziden im Gleisbereich entstehen und damit sehr plötzlich und unerwartet auftreten. Am Beispiel von Traumatisierungen von Fahrdienstmitarbeitern werden praktische Erfahrungen mit einem Konzept zur Betreuung von Fahrern dargestellt. Es werden Maßnahmen dargestellt, wie durch eine effektive Betreuung, die zeitnah nach einer Traumatisierung einsetzt und betrieblich begleitet wird, einer weitergehenden Erkrankung mit gutem Erfolg vorgebeugt werden kann.
Schlüsselwörter Traumatisierung; ÖPNV; Prävention; Erstbetreuer; Eisenbahnen
Prevention of traumatization among employees in transport service duty
Summary During their work, drivers of trams and service buses must cope with mental stress. This is most frequently a result of accident situations and, in the case of tram drivers, suicides committed on the track. Such situations arise without warning. Practical experience gained with a concept for the support of drivers is described, with reference to the traumatization of staff in transport duty. Measures are described which successfully prevent more far-reaching illness by care beginning soon after traumatization and supported within the company.
Keywords traumatization; public transport; prevention; peer supporter; trams
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Claudia Drechsel-Schlund et al.
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Reha-Management bei Traumatisierungen nach Arbeitsunfällen Claudia Drechsel-Schlund, Klaus Feddern, Marita Klinkert und Christian Ludwig
Zusammenfassung Arbeitsunfälle können mit einer psychischen Traumatisierung verbunden sein. In den einzelnen Branchen und Wirtschaftszweigen treten unterschiedliche Gefährdungen am Arbeitsplatz und Fallkonstellationen von psychischen Belastungen auf. Eine psychische Störung kann unmittelbar durch ein Unfallereignis verursacht sein, zum Beispiel bei einer Gewaltanwendung, oder sich im Krankheitsverlauf entwickeln, etwa nach einer lebensbedrohlichen Verletzung. Im Beitrag wird das Reha-Management der Unfallversicherungsträger von der Akutversorgung über die Rehabilitation bis zur beruflichen Eingliederung der Betroffenen erläutert.
Schlüsselwörter Arbeitsunfall; Traumatisierung; Gesetzliche Unfallversicherung; Rehabilitation; Reha-Management
Rehabilitation management in cases of mental trauma following occupational accidents Summary Occupational accidents may result in mental trauma. Different sectors of trade and industry exhibit different workplace hazards and particular combinations of mental stresses. A mental disorder may be caused directly by an accident event, for example one involving the use of violence, or may develop in the course of the condition, for example following a life-threatening injury. The paper describes the rehabilitation management conducted by the accident insurance institutions, from acute care, through rehabilitation, to vocational integration of the individuals concerned.
Keywords occupational accident; traumatization; statutory accident insurance; rehabilitation; rehabilitation management
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Jörg Angenendt et al.
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Die Freiburger Arbeitsunfallstudien I und II (FAUST-I und -II) Jörg Angenendt, Babette Röhrich, Anne Riering, Ute Nowotny-Behrens, Heidemarie Hecht und Mathias Berger
Zusammenfassung Hintergründe, Konzeption, Durchführung und Ergebnisse der Freiburger Arbeitsunfallstudien FAUST-I und II werden vorgestellt. Beide von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderten Studien untersuchen die psychischen Auswirkungen von schweren Arbeitsunfällen, deren Screening-basierte Früherkennung und Möglichkeiten der psychologischen Frühintervention. FAUST-I hat prospektiv Art, Schwere und Häufigkeit psychischer Folgebeschwerden und -störungen bei Unfallverletzten bis zu 15 Monate nach Arbeitsunfällen untersucht. Im epidemiologischen Teil wurden für die unbehandelten Gruppen (Nichtrisiko und Risiko-Kontrolle) Verläufe und langfristiges Zurechtkommen verglichen. Im Interventionsteil wurde für Risikopatienten randomisiert die Wirksamkeit einer psychologischen Frühintervention am Krankenbett im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe evaluiert. Schlussfolgerungen dieser Studie waren Ausgangspunkt für die Nachfolgestudie FAUST-II. Hier wird die praktische Anwendung eines Screening-basierten Diagnose- und Behandlungsalgorithmus für psychische Folgestörungen in 19 unfallchirurgischen Kliniken unter Routinebedingungen evaluiert. Zwischenergebnisse der abgeschlossenen Kontrollphase („treatment as usual“) werden berichtet. Im Ausblick werden Schlussfolgerungen und das Vorgehen der zweiten Studienphase diskutiert.
Schlüsselwörter Unfalltrauma; Frühintervention; Screeningverfahren; Posttraumatische Belastungsstörung; Traumafolgestörungen
The Freiburg Studies on work-related accidents (FAUST-I and II) Early identification, diagnosis, and prevention of mental health problems after severe work-related injuries
Summary Background, design, and (preliminary) results of two “Freiburg Studies” on the short- and long-term sequelae of accidental injury on mental health are presented. Both evaluate whether a systematic, initial screening for patients at risk to develop accident-related mental disorders is a useful first step in delivering more specific forms of psychodiagnosis and treatment. FAUST-I compared symptom courses (PTSD, Depression, other psychopathological complaints) up to 15 months for untreated non-risk and risk-patients. The effects of a short early intervention program for the prevention of PTSD in risk-patients were evaluated in a randomized trial. Results and conclusions stimulated FAUST-II. Here the implementation of a screening based algorithm for diagnosis and treatment of mental health problems and disorders following work-related accidents is studied under routine conditions of 19 surgery wards. Results for the first phase of this study are presented. Preliminary conclusions are discussed with reference to clinical guidelines for acute traumatization and diagnosis and treatment of chronic PTSD.
Keywords accidental trauma; screening-procedure; early psychological intervention; posttraumatic stress disorder; adjustment disorders.
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Pia Andreatta et al.
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Die Rolle von Schuld und Schuldgefühlen nach traumatisierenden Unfällen Pia Andreatta, Verena Rattensberger und Florian Juen
Zusammenfassung Traumatisierende Unfälle treffen die meisten Individuen völlig unerwartet und rufen häufig entsprechende Stressreaktionen hervor. Betroffene müssen neben den körperlichen Verletzungen die psychischen Folgen, wie das subjektive Gefühl des Kontrollverlustes, Angst, Hilflosigkeit – unmittelbare Implikationen von Traumata – allmählich überwinden. Der Schuldattribution kommt in der Anpassung eine bedeutende Rolle zu. Mitunter trifft den Unfallverursacher auch der ganz konkrete Vorwurf der Unfallverursachung und dies führt zu einer besonderen Belastungssituation und belastenden Emotionen. Grundsätzlich können Schuldgefühle adaptiv sein oder zu zusätzlicher Belastung beitragen. Die Unterscheidung von Schuldgefühlen und Schuld, ihre Rolle bei der Entwicklung posttraumatischer Reaktionen und die Belastung des Unfallverursachers werden in diesem Artikel erläutert. Den daraus folgenden Implikationen für die (Akut-) Betreuung und Intervention, sowie den konkreten Hinweisen im Umgang mit Betroffenen gilt der letzte Abschnitt.
Schlüsselwörter Unfall; Unfallverursacher; Schuldgefühl; Schuld; PTBS
The meaning of guilt and guilt feelings after traumatic accidents Summary Traumatizing accidents happen for most individuals totally unexpected and causing a range of stress reactions. Apart from physical injuries the affected ones have to overcome the psychic impact of the accident such as feeling of loss of control, fear or helplessness. These are typically implications of trauma. The attribution of cause and guilt has an important meaning in adaption. The causer of the accident is often very concretely accused and is therefore exposed to emotional stress. Generally spoken it is possible that guilt feelings are adaptive or maladaptive in a situation like this. In this paper we want to illustrate the difference between guilt and guilt feelings and their meaning for the development of posttraumatic stress reactions as well as the situation of the causer of the accident. Implications for crisis intervention and psychological acute care are derived as well as advice for attendance is given.
Keywords accident; causer of an accident; guilt feeling; guilt; PTSD
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Angelika Schlotmann und Gertraud Teuchert-Noodt
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Mütterliches Verhalten während der Schwangerschaft und sein Einfluss auf die kognitive Entwicklung des Kindes Angelika Schlotmann und Gertraud Teuchert-Noodt
Zusammenfassung Ziel dieser Studie war es aufzuklären, ob außer krankheitsbedingten, toxischen und ernährungsbedingten Faktoren weitere pränatale Implikationen existieren, die die postnatale kognitive Entwicklung steuern und spätere Lernstörungen verursachen können. Die Daten von 80 deutschen Müttern und deren Kindern wurden anhand eines entwickelten Fragebogens erhoben und einem korrelations-analytischen Verfahren zugeführt. Signifikante Zusammenhänge ermittelten wir zwischen den Bewegungen der Schwangeren (r max = .34), ihrer allgemeinen psychischen Verfassung (r max = .49) und ihren kognitiven Beschäftigungen und zahlreichen Entwicklungsbereichen des kindlichen Gehirns (r max = .41). Diese Zusammenhänge korrelieren zudem mit der Ausbildung von Lernstörungen im Kindesalter (r max = .51). Die Ergebnisse vorliegender Studie zeigen, in welchem hohen Ausmaß Schwangere das Geburtsgeschehen, die frühe kognitive Entwicklung ihres Kindes und die späteren schulischen Leistungen über Bewegungen (Transfer über endogene Rhythmen) und die Psyche (Transfer über humorale Substanzen, Hormone) selbst steuern und damit Verhaltens- und Lernstörungen verhindern können.
Schlüsselwörter Schwangerschaft; mütterliches Verhalten; vorgeburtliche Einflüsse; kognitive Entwicklung; Lernstörungen
Maternal behaviour during pregnancy and the influence of the development of cognitive skills in child
Summary The aim of the present study is to explore prenatal factors beyond somatic, toxic and nutrition implications which effect the postnatal development of a child and can cause learning disabilities in later life. The data of 80 German mothers was collected using a specially designed questionnaire and correlated in an analytical statistic procedure to examine possible interrelations. We found significant statistical correlations between the motor activities of the mother(r max = .34), her mental state (r max = .49) and cognitive occupations with several functional systems in brain development of the child (r max = .41). These correlations also suggest an influence on the development of learning disabilities during childhood (r max = .51). The results of the study show that pregnant women can influence the possible development of behavioural and learning problems of their child through rhythmical motor activities and their mental occupation (hormonal transfer).
Keywords Pregnancy; maternal behaviour; prenatal influences; cognitive skills; learning disabilities
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Elisabeth Pauza et al.
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Emotionserkennung zu Beginn psychotherapeutischer Ausbildung Elisabeth Pauza, Heidi Möller, Cord Benecke, Henrik Kessler und Harald C. Traue
Zusammenfassung Die kommunikativen und emotionalen Kompetenzen sind das wirksame Handeln und deshalb für den Erfolg von Psychotherapien wesentlich. Die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, ist eine Grundbedingung, um empathisch agieren und reagieren zu können. Da Empathie schulenübergreifend als relevante Fähigkeit gilt, baut die Psychotherapieausbildung auf dieser Fähigkeit auf und versucht sie weiter zu entwickeln Wir sind bei N= 121 Psychotherapeutinnen in Ausbildung der Frage nachgegangen, wie gut Psychotherapeutinnen am Beginn ihrer Ausbildung mimisch kodierte Basisemotionen im Vergleich zu Laien erkennen können. Die Fähigkeit Emotionen zu erkennen wurde mit dem FEEL-Test operationalisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Psychotherapeutinnen am Beginn der Ausbildung besser als eine Kontrollgruppe Emotionen erkennen können. Es ergeben sich keine Unterschiede zwischen den Ausbildungsrichtungen. Es wird ein Vergleich der Ergebnisse am Ende der Psychotherapieausbildung angestrebt, um die mögliche Verbesserung durch die Ausbildung zeigen zu können.
Schlüsselwörter Psychotherapie; Ausbildung; Emotionserkennung; KompetenzRecognition of emotions at the beginning
of psychotherapy training Summary Psychotherapists have a main impact on the outcome of psychotherapies. Psychotherapy training should provide efficiency in therapeutic work. The ability to recognize emotions is a reasonable term and condition for empathic reactions. Empathy is a multidisciplinary relevant ability. N=121 therapists were investigated with the FEEL-Test to answer the question whether therapists in training can decode facial mimic basic emotions better than the normal population. The results show that therapists who are the beginning of the training programme can recognize emotions better than the normal population. It is shown that recognizing emotions was not depending on different types of training programmes. A comparison with the results at the end of the training programme will be aimed to show the possible improvement.
Keywords psychotherapy; training; recognition of emotion; competence
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Heft 2/2010 | Heft 4/2010
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