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SUBJEKTIVE BIOLOGIE
 
 

39,20 EUR

ISBN-Nummer: 3-89334-488-8  

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Gottfried Fischer, Manfred Sauer
Subjektive Biologie
Humanbiologische Grundlagen der Psychotherapiewissenschaft, Psychologie und Pädagogik unter Mitarbeit von Kurt und Reiner Mosetter, Adrian Fischer. 3. Quart. 2013. Festeinband ca. 400 S. Vorbestellpreis 39.20 Euro, gültig bis 3 Monate nach Erscheinen, dann 49.- Euro (488-8)

Subjektive Biologie bzw. eine Biologie des Subjekts stellt den systematischen Rahmen und die epistemologischen Voraussetzungen für psychosomatische Medizin und Psychotherapie bereit, für Disziplinen, denen innerhalb einer sich als "biologisch" (miss-)verstehenden Psychiatrie und innerhalb der experimentell ausgerichteten Psychologie eine fortgesetzt prekäre Stellung zugewiesen wurde und wird. Seit Viktor von Weizsäckers "(Wieder-)Einführung des Subjekts in die Medizin" geistert Psychosomatik wie der Irrläufer einer anderen Biologie heimatlos im Mensch-Maschine-Modell der organischen Medizin herum, als Irrläufer eben einer subjektiven Biologie, die bislang eher intuitiv verblieb und keine explizite Logik aufweisen konnte.
Das aber hat sich mit der vorliegenden Schrift nun geändert. Wissenschaftstheoretisch schlägt subjektive Biologie die Brücke zwischen Naturwissenschaften einerseits und den Sozial- und Geisteswissenschaften auf der anderen Seite, eine Verbindung, welche den sich "naturwissenschaftlich" (miss)verstehenden humanwissenschaftlichen Fächern abhanden kam. Die Psychologen haben vor etwa 40 Jahren die philosophische Zwischenprüfung, das "Philosophikum", abgeschafft, in der Medizin geschah das schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Spätestens von da an fehlt den beiden Fächern eine auch geisteswissenschaftliche Fundierung. Dieser Mangel wird zunehmend spürbar. Aber welche Disziplin sollte ihn ausgleichen können? Da ist der Untertitel des Buches aufschlussreich: "Biologische Grundlagen der Psychotherapiewissenschaft" (neben subjektwissenschaftlicher Psychologie und Pädagogik). Die Autoren verstehen ihr Werk u.a. als Beitrag zum Aufbau einer neuen wissenschaftlichen Disziplin, die seit einiger Zeit auch von einer eigenen Fachgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Psychotherapiewissenschaft (www.dgptw.de) unterstützt wird. Damit wird auch der institutionelle Bezug dieser innovativen Arbeit erkennbar. Zwar dürfte es noch längere Zeit dauern, bis es Medizinern, Biologen und Psychologen, die gewohnt sind, in den Gleisen der objektivistischen Biologie zu denken, gelingen wird, sich mit der neuen, veränderten Sicht vertraut zu machen. Die Psychotherapie jedoch als Theorie und Praxis menschlicher Subjektivität könnte nach Auffassung der Autoren eine Vorreiterrolle übernehmen.