|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
In Ihrem Warenkorb: 0
Artikel, 0,00
EUR
|
DER UNGEHÖRTE SCHREI |
 |
|
|
|
|
|
Brigitte Dennemarck-Jaeger Der ungehörte Schrei Ingeborg Bachmanns Roman Malina und seine Interpreten – eine psychotraumatologische Studie. 2008, 194 S., 24.50 Euro (498-7)
Ingeborg Bachmanns "Malina" ist das Drama eines zerstörerischen Vater-Tochter-Inzests, geschildert aus der Perspektive der Tochter. In der kreativen und vielschichtigen psychotraumatologischen Analyse von Brigitte Dennemarck-Jäger können wir nachvollziehen, welch schwere, insbesondere sexuelle Traumatisierung in "Mailina" zum Ausdruck kommt –in den dargestellten Albträumen und in den Sprachbildern, aber auch in Satzbau, Wortwahl, Erzähltempo und Zeitwahl. Bis heute wurde die Traumatisierung aus der literaturwissenschaftlichen und tiefenpsychologischen Rezeption von "Malina" weitgehend ausgeblendet. Dennemarck-Jäger geht davon aus, dass niemand den Aufschrei Ingeborg Bachmanns hören wollte, mit Hilfe von "Malina" die Auswirkungen eigener früher Traumatisierungen zu bewältigen.
"So bereitet es ein ausgemachtes Vergnügen zu verfolgen, wie es der Autorin gelingt, den Text von Malina zum Sprechen zu bringen und zugleich seine traditionellen Missverständnisse und Fehldeutungen zu dekonstruieren. ... Sie rückt ihn in genau jenen Kontext (oder Subtext), der dem Roman zugrunde liegt und der es erlaubt, Details und Ganzes in eine stimmige Verbindung zu bringen. Das macht diese Arbeit trotz der existenziellen Schwere des Themas so spannend zu lesen." (aus dem Vorwort von Prof. Dr. Gottfried Fischer)
|
|
|
|