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KOMPARATIVE KASUISTIK |
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Gerd Jüttemann (Hg.) Komparative Kasuistik 1990, 395 S., kt., € 11,50 (169-2) vergriffen!
Komparative Kasuistik ist als Konzept eines systematischen Vergleichs ähnlich gelagerter Einzelfälle zu verstehen und hilft dabei, den Entstehungszusammenhang von psychischen Effekten und Phänomenen zu erforschen. Es erinnert an die im Jahre 1900 von William Stern vorgetragene Unterscheidung "Variationsforschung", "Korrelationsforschung", "Psychographie" und "Komparationsforschung". Der Komparationsforschung, bei der "zwei oder mehrere Individualitäten in bezug auf viele Merkmale" untersucht werden, wurde in der Folgezeit von der Psychologie zu wenig Beachtung geschenkt.
Aus dem Inhalt: • Grundlegende Texte • Ursprünge und Vorbilder des Konzepts • Zur theoretischen Fundierung und praktischen Weiterentwicklung des Ansatzes (Biographie-Forschung, Fallanalysen, offenes Interview) • Untersuchungen aus dem Bereich der Psychosomatik (Bulimia nervosa, Mamma-Carcinom, Hörsturz, Kontaktekzem, Ulcuspatienten) • Untersuchungen aus dem Bereich der Forensischen Psychologie (Verwahrlosung, Partnertötungsdelikte) • Untersuchungen aus speziellen Bereichen (z.B. Betriebliche Gesundheitszirkel, Kontrollbewußtsein, Selbstwahrnehmung von Therapeuten)
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